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Teilhabe jetzt - Für ein gutes Bundes-Teilhabe-Gesetz

symbolische Waage

Die Bundes-Regierung hat versprochen:
Im Jahr 2016 soll ein Bundes-Teilhabe-Gesetz kommen.

 

Setzen Sie sich mit uns dafür ein:
Deutschland muss ein gutes Bundes-Teilhabe-Gesetz bekommen.

 Link zu den 6 gemeinsamen Forderungen zum Bundes-Teilhabe-Gesetz in einfacher Sprache

 

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für ein Bundes-Teilhabe-Gesetz in Leichter Sprach
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Aktueller Titel: 5 Milliarden Euro für die Eingliederungs-Hilfe verloren

5 Milliarden Euro für die Eingliederungs-Hilfe verloren

 
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Von Vincent Plüschow
 

Die Parteien CDU, SPD und CSU
haben 2013 versprochen:
Die Gemeinden sollen jedes Jahr
5 Milliarden Euro bekommen.

 

Die Parteien CDU, SPD und CSU haben
ihr Versprechen nicht gehalten:
Es gibt doch keine 5 Milliarden Euro
für die Eingliederungs-Hilfe.

 

Jetzt wird das schwerer:
Dass es ein gutes Bundes-Teilhabe-Gesetz gibt.

 

In dem Gesetz sollte zum Beispiel stehen:
Wie müssen behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf unterstützt werden.
Damit sie genau so leben können
wie nicht-behinderte Menschen.

 

 

Wofür sollten die Gemeinden
das Geld bekommen?

Die Gemeinden sollten die 5 Milliarden Euro
für die Eingliederungs-Hilfe bekommen.

 

Eingliederungs-Hilfe ist ein schweres Wort.

Viele behinderte Frauen und Männer
brauchen Unterstützung.
Wir nennen diese behinderten Menschen:
Behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf.

 

Hilfen für behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf kosten Geld.
In schwerer Sprache heißt dieses Geld:
Eingliederungs-Hilfe oder Sozial-Hilfe.

 

 

Wer bezahlt die Eingliederungs-Hilfe?

Oft bezahlt das Sozial-Amt
die Eingliederungs-Hilfe.

 

Die 5 Milliarden Euro sollten
den Sozial-Ämtern helfen:

  • Sie sollten genug Geld
    für die Eingliederungs-Hilfe haben.
  • Sie sollten mehr Hilfen
    für behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf bezahlen.

 

 

Was könnte mit dem Geld
für behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf
anders sein?

Sie dürften zum Beispiel mehr Geld sparen.

 

 

Bis jetzt ist es so:
Ein behinderter Mensch mit Hilfe-Bedarf
darf nur 2.600 Euro sparen.

 

2.600 Euro sind wenig Geld.
2.600 Euro gibt man schnell aus.
Zum Beispiel:

  • für Urlaub
  • oder für einen Computer,
  • oder für Möbel.

 

Wenn ein behinderter Mensch mit Hilfe-Bedarf
mehr Geld gespart hat:
Dann muss er seine Hilfen selber bezahlen.
Bis er nur noch 2.600 Euro hat.

 

Wenn ein behinderter Mensch mit Hilfe-Bedarf
viel verdient:
Dann muss er einen Teil von seinen Hilfen
selber bezahlen.

 

Das bedeutet:
Behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf sind oft arm.
Ihr ganzes Leben lang.
Nur weil sie behindert sind.
Und weil es die Regel mit den 2.600 Euro gibt.

 

Es gibt noch eine besondere Regel!

  • Wenn ein behinderter Mensch
    mit Hilfe-Bedarf verheiratet ist.
  • Oder mit einem Partner zusammen wohnt.
  • Oder mit einer Partnerin zusammen wohnt.

 

Dann ist es so:
Dann darf das Paar zusammen
nur 3.214 Euro sparen.

 

Wenn das Paar mehr Geld gespart hat:
Dann muss der Partner die Hilfen mit bezahlen.
Oder die Partnerin muss mit bezahlen.

Und dann wird diese Person vielleicht auch arm.

 

Das bedeutet also:
Man kann schnell arm werden.
Wenn man einen behinderten Menschen
mit Hilfe-Bedarf heiratet.
Oder mit ihm zusammen lebt.

 

Das ist ungerecht.

 

 

Wir fordern:

Der Staat soll nicht schauen:

  • Wie viel Geld hat
    der behinderte Mensch mit Hilfe-Bedarf gespart.

    Wie viel Geld verdient er.

     
  • Wie viel Geld hat
    der Partner oder die Partnerin gespart.

    Wie viel Geld verdient
    der Partner oder die Partnerin.
     

 

Wenn behinderte Menschen Hilfen brauchen.
Weil sie behindert sind.
Dann sollen sie diese Hilfen
nicht selber bezahlen müssen.

 

 

Wir fordern:

  • Behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf
    sollen sparen dürfen.

    Sie sollen so viel Geld sparen dürfen
    wie nicht behinderte Menschen.
     
  • Die Hilfen
    für behinderte Menschen mit Hilfe-Bedarf
    sollen bezahlt werden.

    Dafür brauchen die Sozial-Ämter Geld.
    Deshalb sind die 5 Milliarden Euro wichtig.

 


Aber:
SPD, CDU und die CSU haben ihr Versprechen nicht gehalten.
Die Gemeinden dürfen die 5 Milliarden Euro
jetzt für andere Dinge ausgeben.

 

Das bedeutet:
Es wird jetzt schwerer,
ein gutes Bundes-Teilhabe-Gesetz zu bekommen.

 

 

Deshalb fordern wir:

Wir wollen ein Gesetz,
das behinderte Menschen nicht mehr arm macht.

 


Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.
© Sabine Grunert / Mensch zuerst e.V.

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und
Gefördert von Aktion Mensch Logo