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Danke für Ihre Unterstützung zum Bundesteilhabegesetz

symbolische Waage

Das Bundesteilhabegesetz ist in seinen ersten Teilen am 30 Dezember 2016 in Kraft getreten. Wir haben hart für ein gutes Bundesteilhabegesetz gekämpft und einiges erreicht. Einiges haben wir aber noch nicht erreicht - es gibt also noch viel zu tun. Die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz endet hiermit. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen bitte an Beratungsstellen vor Ort oder die einschlägigen Behindertenverbände. 

symbolisch ParagrafenLink zum Bundesteilhabegesetz

 

 

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 Aktuelles

 

Aktueller Titel: Dirk Bergen kämpft um seine Selbstbestimmung

Dirk Bergen kämpft um seine Selbstbestimmung

 
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Dirk Bergen in seiner WohnungFreiburg (kobinet) Dirk Bergen hat in seinem Leben schon viel mitgemacht, u.a. lebte er 15 Jahre in einer Behinderteneinrichtung und kämpfte sich mühsam dort heraus. Nun ist er damit konfrontiert, dass man ihn wieder ins Heim abschieben will. Sind das die Vorzeichen des geplanten Bundesteilhabegesetzes mit Zwangspoolen und Kostenvorbehalt? kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Dirk Bergen aus Freiburg über seine derzeitige prekäre Situation, die Mahnung für all diejenigen sein sollte, die so tun, als ob in Sachen Selbstbestimmung in Deutschland alles im Reinen wäre.

kobinet-nachrichten: Herr Bergen, wie Medienberichten zu entnehmen ist, werden Sie derzeit unter Druck gesetzt, sich einen Heimplatz zu suchen. Was ist da genau in Freiburg los?

Dirk Bergen: Ich bekomme rund um die Uhr von einem Hilfsdienst Assistenz und das heißt ganz konkret 23 Stungen täglich ist ein Helfer bei mir. Das sind hohe Kosten, die letztendlich der Staat zu tragen hat. Die Kosten von insgesamt rund 15.000 Euro pro Monat waren für die Stadt Freiburg zu hoch, das liegt auch an der Nachtassistenz. So erhielt ich einen Bescheid, mir einen Heimplatz zu suchen, da die Kosten für meine Assistenz zu Hause ab dem 31.09.2016 nicht mehr bewilligt würden. Begründung hierfür waren mein Alter und der Kostenunterschied. Auf der einen Seite kann man das verstehen, wenn man bedenkt, dass eine allein stehende Frau mit zum Besispiel zwei Kindern oft schlecht auskommt mit dem, was sie vom Staat erhalten würde, wenn sie nicht arbeiten kann. Auf der anderen Seite, wenn man bedenkt, dass die Vereinten Nationen in ihrer von Deutschland unterschriebenen Behindertenrechtskonvention Menschen mit Behinderung das Recht zur Wahl der eigenen Wohnform verbrieft, dann kann ich nicht ruhig bleiben, wenn der Staat in Form des Sozialamtes sich nicht daran hält. Inzwischen wurde mir die Assistenz und damit der Verbleib in meiner Wohnung bis zum 28.02.2017 zugesagt. Jedoch habe ich Angst, dass danach wieder ein Bescheid kommt, der mich dazu auffordert, einen Heimplatz zu suchen.

kobinet-nachrichten: Was macht das mit Ihnen, wie fühlen Sie sich dabei?

Dirk Bergen: Es zehrt schon an den Nerven, wenn einem immer nur ein halbes Jahr zugesagt wird. Und dann muss ich bangen, ob ich hier wohnen darf oder nicht. Da meine Lebensgefährtin und ich unsere Wohnung umgebaut haben und vieles gemacht haben, um die Wohnung für mein Leben anzupassen, will ich die Wohnung nicht verlassen. Den Bescheid, mir einen Heimplatz zu suchen, erhielt ich kurz nachdem meine Lebensgefährtin verstorben war. Zu der Trauer, die ich zu verarbeiten hatte, kamen noch die oben genannten Probleme.

Wenn man bedenkt, dass ich schon einmal 15 Jahre im Heim war und jetzt wieder eine Aufforderung bekam, ins Heim zu gehen, dann hat mich das schon sehr betroffen gemacht und teilweise mussten meine Assistenten mich moralisch unterstützen, wenn ich anfing zu weinen, weil ich Angst hatte, mein Zuhause zu verlieren und auch den Anschluss zu meinem Freundeskreis. Ich habe damals in den 70er Jahren vier Jahre dafür gekämpft, aus dem Heim zu kommen, das war für mich damals wie heute der Beginn meiner eigenen Freiheit.

kobinet-nachrichten: Hätten Sie damit gerechnet, dass Ihnen so etwas einmal passieren könnte, nachdem Sie sich mühsam ein selbstbestimmtes Leben mit Assistenz erkämpft hatten?

Dirk Bergen: Sicherlich nicht. Ich kann mich noch entsinnen, wie wir die Bundesarbeitsgemeinschaft des CBF (Club Behinderte und ihre Freunde) eine Tagung in Bonn hielten, zu der ein Bundesabgeordneter der CDU (der Name ist mir entfallen) kam. Und dieser hat im Bundestag bewirkt, dass unsere Forderung zuhause in einer eigenen Wohnung zu Leben ermöglicht wurde. Sprich die Wahl der eigenen Wohnform. Nach dem das durchgesetzt wurde konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Rechtslage sich einen Schritt zurück entwickeln würde.

 

Dirk Bergen am Tisch bei Kerzenschein

Dirk Bergen am Tisch bei Kerzenschein

kobinet-nachrichten: Wie geht es jetzt für Sie weiter und wie kann man Sie unterstützen?

Dirk Bergen: Wenn meine Gesundheit sich nicht verschlechtert (nachdem der erste Bescheid kam hab ich meine Nahrungsaufnahme schon reduziert und so hab ich nicht mehr viel Kraft), werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass ich und andere Menschen nicht aus Kostengründen ins Heim müssen. Man sollte doch bedenken, dass das Grundgesetz jetzt 67 Jahre alt ist und kurz davor noch die Euthanasie bestand, also vier Jahre zuvor (Diese gibt es zwar nicht mehr, aber kommt die Euthanasie nicht in einer anderen Form durch, indem die Freiheit eines behinderten Menschen beschnitten werden soll?) Übrigens das Grundgesetz sagt, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, hat dann nicht ein Politiker vom Bürgermeister bis zum Bundeskanzler oder Bundespräsidenten Anspruch auch mit einem Alter über 60 in einer umgebauten Kaserne zu leben? Dann muss man bitte alles dran setzen, dass nicht auf einem anderen Niveau die Freiheit verloren geht. Es ist bedenklich, dass Menschen mit Behinderung wieder Angst davor haben müssen, dass ihr Leben von anderen Menschen bestimmt wird und das Schlimme daran ist, dass diese Menschen dafür noch vom Staat bezahlt werden.

Ich bitte daher darum, dass Sie sich dafür einsetzen die Öffentlichkeit in gewissen Abständen zu unterrichten. Allerdings viel Hoffnung, dass die Bevölkerung da viel unternimmt, dürfen behinderte Menschen da nicht haben. Dies liegt daran, dass viele andere Themen ihre Berechtigung haben, diskutiert und bearbeitet zu werden, sei es im Bundes- oder in den Landtägen. Dies gilt auch für die Medien. Daher bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass ein gerechtes Bundesteilhabegesetz verabschiedet wird, dass es jedem Menschen in Deutschland ermöglicht an der Gesellschaft teilzuhaben.

Ich darf Sie noch dran erinnern, dass wir 2017 Bundestagswahl haben. Bis dahin sollten Sie ganz massiv diese Leute daran erinnern, dass sie Diener des Volkes sind und alle Macht vom Volk aus geht. Leider hab ich keinen Menschen, der mir ausschließlich schreibt, da wäre eine Unterstützung sicherlich von Vorteil. Es wäre gut, wenn sich jemand finden würde, der mich beim Schreiben unterstützt.

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei Ihrem Kampf um Ihre Selbstbestimmung.

Link zu einem Beitrag in der Badischen Zeitung über Dirk Bergen

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16.12.2016   Termin aufklappen Berlin: Bundesteilhabegesetz: hart gekämpft - noch viel zu tun

16.12.2016   Termin aufklappen Berlin: Bundesrat berät über Bundesteilhabegesetz und PSG III

01.12.2016   Termin aufklappen Berlin: Entscheidung des Bundestages zum Teilhabegesetz

01.12.2016   Termin aufklappen Berlin: Bundestag beschliesst Drittes Pflegestärkungsgesetz

30.11.2016   Termin aufklappen Ausschussberatung zum Bundesteilhabegesetz

28.11.2016   Termin aufklappen Berlin: Pressegespräch der Koalitionsfraktionen zum Teilhabegesetz

24.11.2016   Termin aufklappen Berlin: Treffen der Koalitions-AG zum Teilhabegesetz

23.11.2016   Termin aufklappen Marburg: Protestaktion 5 vor 12

21.11.2016   Termin aufklappen Bundesweit: Last Call für gutes Bundesteilhabegesetz

16.11.2016   Termin aufklappen Kiel: Demonstration für faires Bundesteilhabegesetz

14.11.2016   Termin aufklappen Erlangen: Vortrag zum Pflegestärkungsgesetz

07.11.2016   Termin aufklappen Berlin 11:30: Anhörung zum Bundesteilhabegesetz

07.11.2016   Termin aufklappen Berlin 14:00 Uhr: Demonstration zum Bundesteilhabegesetz vor dem Brandenburger Tor

07.11.2016   Termin aufklappen Berlin 10:30 Uhr: Aktion vor dem Reichstagsgebäude vor der Anhörung

07.11.2016   Termin aufklappen Berlin 13:00 Uhr: Kundgebung: Teilhabe - Jetzt erst Recht!

03.11.2016    Marburg: Protestmarsch zum Bundesteilhabegesetz

03.11.2016   Termin aufklappen Erlangen: Vortrag zum Bundesteilhabegesetz

19.10.2016   Termin aufklappen Berlin: Parlamentarischer Abend zum Bundesteilhabegesetz

18.10.2016   Termin aufklappen Berlin: Bundesteilhabegesetz: Schritte zu einer inklusiven Gesellschaft

14.10.2016    Berlin: Inklusionstage des BMAS

13.10.2016    Berlin: Inklusionstage des BMAS

13.10.2016   Termin aufklappen Berlin: Protest-Performance zum Bundesteilhabegesetz

10.10.2016    Tübingen: Expertengespräch zum Bundesteilhabegesetz der Lebenshilfe Tübingen

10.10.2016   Termin aufklappen Stuttgart: Protestveranstaltung zum Bundesteilhabegesetz

07.10.2016   Termin aufklappen Dortmund: Diskussionsveranstaltung zum Bundesteilhabegesetz und Inklusionsstärkungsgesetz

07.10.2016    Kassel: 25. Jahrestagung des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener

07.10.2016   Termin aufklappen Grimma: Fachtag zum Bundesteilhabegesetz

05.10.2016   Termin aufklappen Protestaktion der LAG der Werkstatträte und der Lebenshilfe NRW

30.09.2016   Termin aufklappen Düsseldorf: Aktion zum Teilhabegesetz auf der REHACARE

28.09.2016   Termin aufklappen Düsseldorf: Forum zum Bundesteilhabegesetz des SoVD NRW

28.09.2016   Termin aufklappen Informationspicknick zum Bundesteilhabegesetz vor dem bayerischen Landtag

24.09.2016   Termin aufklappen Berlin: Podiumsdiskussion zum Teilhabegesetz zum Tag der Gehörlosen

23.09.2016   Termin aufklappen Berlin: Beratung des Bundesteilhabegesetzes im Bundesrat

23.09.2016    Berlin: Veranstaltung des Deutschen Bundestages zur Behindertenpolitik

23.09.2016   Termin aufklappen Berlin: Erste Lesung zur Pflegeversicherungsreform PSG III im Deutschen Bundestag

22.09.2016   Termin aufklappen Hannover: Demonstration für ein besseres Bundesteilhabegesetz - BTHG So nicht

22.09.2016   Termin aufklappen Dresden: Protestaktion zum Bundesteilhabegesetz

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22.09.2016   Termin aufklappen Berlin: We are watching you: Übertragung der Bundestagsdebatte am Brandenburger Tor mit Umzugswagen-Aktion

22.09.2016   Termin aufklappen Berlin: Erste Lesung zum Bundesteilhabegesetz im Deutschen Bundestag

21.09.2016   Termin aufklappen Halle: Podiumsdiskussion zur Inklusion und Arbeit im Lichte des Teilhabegesetzes

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20.09.2016   Termin aufklappen Kiel: Protestaktion zum Teilhabegesetz: UNgehindert unterwegs in Kiel

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17.09.2016   Termin aufklappen Berlin: behindert und verrückt feiern

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15.09.2016   Termin aufklappen Köln: Protestmarsch zum Bundesteilhabegesetz: UNgehindert unterwegs in Köln

15.09.2016   Termin aufklappen Halle: Demonstration und Kundgebung für faires Teilhabegesetz

13.09.2016    Kassel: Gespräch mit Ulrike Gottschalck MdB SPD

13.09.2016    Bochum: Aktionstag des SoVD NRW

10.09.2016   Termin aufklappen Gelsenkirchen: Aktionstag des SoVD NRW

07.09.2016    Berlin: Gespräch des Verbändebündnisses mit Uwe Schummer

07.09.2016   Termin aufklappen Kiel: Diskussionsveranstaltung zum Bundesteilhabegesetz des Paritätischen

06.09.2016   Termin aufklappen Bielefeld: Aktionstag des SoVD in Bielefeld

06.09.2016   Termin aufklappen München: Resolutions-Übergabe zum Teilhabegesetz der Lebenshilfe Bayern an Horst Seehofer und Emilia Müller

05.09.2016    Treffen von Verena Bentele mit Verbänden

03.09.2016   Termin aufklappen Gespräch mit MdB Waldemar Westermayer

02.09.2016    Treffen der LIGA Selbstvertretung zum Teilhabegesetz

27.08.2016   Termin aufklappen Aktion vor dem Bundeskanzleramt

25.08.2016   Termin aufklappen Vortrag: Was bringt das Bundesteilhabegesetz?

23.08.2016    Diskussion zum Bundesteilhabegesetz

11.08.2016   Termin aufklappen Weitere Aktivitäten für ein gutes Bundesteilhabegesetz

08.08.2016   Termin aufklappen Der Kampf für ein gutes Bundesteilhabegesetz

12.07.2016    Gespräch des Paritätischen Hessen mit MdB Sören Bartol

11.07.2016    Gespräch des Paritätischen Hessen mit MdL Handan Özgüven

08.07.2016   Termin aufklappen 24-Stunden-Mahnwache zum Teilhabegesetz

07.07.2016    Begrägnisaktion zum Teilhabegesetz

06.07.2016   Termin aufklappen Gespräch des Paritätischen Hessen mit MdL Sigrid Erfurt

01.07.2016    Mahnwache vor dem bayerischen Finanzministerium

01.07.2016    Gespräch des Paritätischen Hessen mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer

30.06.2016    Mahnwache vor dem bayerischen Finanzministerium

30.06.2016   Termin aufklappen Teilnahme am Bürgergespräch von Andrea Nahles

29.06.2016    Mahnwache vor dem bayerischen Finanzministerium

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27.06.2016   Termin aufklappen Demonstration zum Bundesteilhabegesetz

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