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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Behinderungsbegriff auf dem Prüfstand

Von Ottmar Miles-Paul am 04.03.2015
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Porträtfoto Uwe SchummerBerlin: Auf Einladung des arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Karl Schiewerling, fand ein Fachgespräch über den aktuellen Behinderungsbegriff und notwendige Änderungen mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention statt. Dies teilte der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion Uwe Schummer mit. In den Stellungnahmen der Sachverständige von Verbänden und Wißenschaft sei deutlich geworden, daß der bisherige Begriff von Behinderung, wie er im Sozialgesetzbuch IX definiert ist, überarbeitet werden muß. Er blicke allein auf die Ursache und die medizinischen Aspekte von Behinderung. Wichtig seien jedoch aus Sicht der ExpertInnen die Folgen der Behinderung, die eine beeinträchtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verursachen können.

Karl Schiewerling verwies auf die Gefahr, daß je konsequenter wir eine reine Leistungsgesellschaft aufbauten, desto mehr Menschen blieben dabei auf der Strecke, die nicht mehr mithalten und sich dadurch in ihrer Teilhabefähigkeit eingeschränkt fühlten. "Bei der Neudefinition des Behindertenbegriffes sollte daher beim Menschen und seinen individuellen Bedarfen angesetzt werden", forderte Karl Schiewerling.

Vor allem psychische Erkrankungen seien auf dem Vormarsch. Immer weniger psychisch Erkrankte fänden den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt, ihnen bleibe oft nur die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). "Für diese Menschen brauchen wir neue, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, die kreative Lösungen erfordern und eine trägerübergreifende Zusammenarbeit voraußetzen. Das bis heute verbreitete `Kästchendenken` müßen wir überwinden und die Menschen mit ihren Fähigkeiten in den Blick nehmen", sagte der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion, Uwe Schummer.

Wichtig sei ein betriebliches Frühwarnsystem, um psychische Erkrankungen in der Belegschaft rasch zu erkennen und schnelle Hilfen einzuleiten. Dies könnten vor allem die Schwerbehindertenvertretungen in den Unternehmen leisten. "Sie sind die Inklusionsexperten in den Betrieben. Ihre Arbeit ist unverzichtbar, daher müßen wir ihre Stellung stärken. Das haben wir auch im Koalitionsvertrag angekündigt", bekräftigte Uwe Schummer.

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