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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Beispiele zur Benachteiligung bei Bildung gesucht

Von Ottmar Miles-Paul am 18.08.2016
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FragezeichenBerlin: Blinde und sehbehinderte Menschen brauchen für eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildungsangeboten oft Unterstützung, wie z. B. Hilfsmittel, Aßistenz oder die Übertragung von Lernmaterialien in zugängliche Formate. Oft ist das mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Nach Ansicht des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) läßt der vorliegende Entwurf des Bundesteilhabegesetzes Regelungen vermißen, die auch behinderten Menschen gleichberechtigte Bildungschancen eröffnen.

Der DBSV unterstreicht deshalb in seiner Stellungnahme zum Bundesteilhabegesetz, daß es bei den Leistungen für Bildung keinen Stillstand oder gar Rückschritte geben darf, sondern daß dieser Bereich zukunftsorientiert weiterentwickelt werden muß. Der Verband sucht daher konkrete Fallbeispiele zu verschiedenen Aspekten des Themas "Bildung". Gesucht werden sehbehinderte Menschen, denen in der Schule oder im Studium beispielsweise Hilfsmittel und Aßistenzkräfte finanziert wurden oder werden, ohne die die entsprechende Ausbildung unmöglich wäre. Gesucht werden auch Menschen mit Hochschulabschluß, die im Laufe ihres Berufslebens sehbehindert oder blind geworden sind. "Ist Ihnen als Umschulungsmaßnahme eine geringer qualifizierte Tätigkeit angeboten worden, obwohl sie lieber ein weiteres Studium absolviert hätten?" Gesucht werden auch Menschen, die nach ihrer Berufsausbildung studiert haben oder studieren wollten. "Auf welche Hürden sind Sie bei der Finanzierung von Hilfsmitteln und Vorlesekräften gestoßen?" Zudem werden sehbehinderte und blinde Menschen gesucht, die von ihren Erfahrungen mit lebenslangem Lernen berichten möchten. Ob Volkshochschulkurs, nachgeholter Schulabschluß oder Seniorenstudium - "auf welche Schwierigkeiten sind Sie bei der Finanzierung von Hilfsmitteln, Unterrichtsmaterial oder Aßistenz gestoßen?"

"Bitte schildern Sie uns Ihren Fall - Stichworte genügen - und teilen Sie uns außerdem mit, wie wir Sie erreichen können. Ihre personenbezogenen Daten werden selbstverständlich geschützt. Sollten wir Ihr Beispiel für besonders wichtig halten, werden wir mit Ihnen klären, ob wir darüber berichten dürfen", heißt es vonseiten des DBSV. Kontakt: DBSV-Rechtsreferat, Christiane Möller, Tel.: 030 / 28 53 87-165, E-Mail: c[dot]moeller[at]dbsv[dot]org

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