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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Beratungsfachtag: Kooperation statt Konkurrenz

Von Ottmar Miles-Paul am 21.09.2019
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Düsseldorf (kobinet) Rund 300 Expert*innen von Beratungsangeboten für Menschen mit Behinderungen kamen gestern zur Fachtagung "Kooperation statt Konkurrenz!?“. Sie diskutierten und entwickelten dabei Vorgehensweisen für eine kooperativere Beratungslandschaft in Nordrhein-Westfalen.

"Ich freue mich, dass die Akteure der Beratungslandschaft für Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen erstmals zusammenkommen, um sich auszutauschen und sich zu vernetzen“, eröffnete Anselm Kipp die Veranstaltung. Der Gruppenleiter in der Abteilung Soziales im nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) begrüßte die rund 300 Gäste der Fachtagung, zu der das Ministerium und die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL NRW) im Umfeld der REHACARE auf der Düsseldorfer Messe erstmalig eingeladen hatten.

Das Ziel war dabei, allen Teilnehmenden einen Überblick und Transparenz in einer vielschichtigen Beratungslandschaft zu geben, damit die Angebote besser vernetzt und Menschen mit Behinderungen bestmöglich beraten werden. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Beratung für Menschen mit Behinderung gesetzt. So sollen durch neue Angebote wie der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung selbstverständliche Lebensrealität werden. Doch eine wirkliche Verbesserung für selbstbestimmtes Leben und eine inklusive Gesellschaft stellt sich nur ein, wenn die unterschiedlichen Beratungsangebote in einer Region sinnvoll vernetzt werden. "Selbstbestimmung heißt: der ratsuchende Mensch mit Behinderung ist entscheidend, und nicht das Interesse der Beratungseinrichtungen oder deren Träger“, sagte Marcus Windisch, Leiter der Koordinierungsstelle der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL).

Prof. Dr. Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen mit Forschungsschwerpunkten wie Inklusion, Teilhabeplanung und Behindertenpolitik fasste die Ergebnisse der Veranstaltung so zusammen: "Die Tagung macht deutlich, dass es viele gute Ansätze der Kooperation gibt, sich aber insbesondere die neuen und die etablierten Beratungsstellen auf kommunaler Ebene noch besser miteinander vernetzen sollten."

Hintergrund: Ziele der KSL NRW

Seit dem Sommer 2016 gibt es in Nordrhein-Westfalen sechs Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben, kurz KSL. Sie gehen der Forderung nach einem selbstbestimmten Leben von Menschen mit Behinderungen nach, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention explizit und in allen Facetten fordert. So haben sich die Vertragsstaaten gemäß Artikel 19 UN-BRK dazu verpflichtet, geeignete und wirksame Maßnahmen zu treffen, die Menschen mit Behinderungen den vollen Genuss dieses Rechts und ihre Teilhabe an der Gemeinschaft zu ermöglichen.

Link zum Programm der Veranstaltung und mehr Wissenswertem

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