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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Berufliche Teilhabe von Menschen mit Autismus

Von Ottmar Miles-Paul am 16.07.2019
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KöLN (KOBINET) Wie können Menschen mit Autismus am Berufsleben teilhaben und ihre spezifischen Stärken am Arbeitsplatz einbringen? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „Klare Sprache statt Klischees“. Die Veröffentlichung beschreibt, wie Arbeit für Menschen aus dem Autismus-Spektrum gestaltet werden kann und hilft, die Erkrankung besser zu verstehen.

In den letzten Jahren hat die Anzahl von Autismus-Diagnosen beständig zugenommen und das Krankheitsbild steht verstärkt im Fokus der Medien. Doch trotz des öffentlichen Interesses am Thema Autismus herrschen unklare Vorstellungen darüber, wie individuell und unterschiedlich Potenziale und Eigenheiten von Menschen aus dem Autismus-Spektrum ausgeprägt sind.

Viele berufstätige Menschen mit Autismus fühlen sich, obwohl sie gut qualifiziert sind, nicht gut in ihrem Job integriert: zum Beispiel, weil sie in ihrer Symptomatik nicht verstanden werden oder weil es an ausreichender Unterstützung am Arbeitsplatz fehlt. Dies ergab eine aktuelle REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind vor allem die Aufklärung von Führungskräften und Team über Autismus und ein verständnisvolles  Arbeitsumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung sind in die neueste  REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt betriebliche  Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von  Beschäftigten mit Autismus anzupassen: zum Beispiel  durch Aufklärungsmaßnahmen innerhalb der Belegschaft, Schaffung eines  reizarmen Arbeitsumfeldes, Strukturierung von Arbeitsaufgaben, sowie  durch personelle Unterstützung. Interviews mit einem Arbeitgeber,  Experten aus der Praxis und Aussagen von befragten berufstätigen Menschen mit Autismus greifen diese Aspekte auf. 

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen über Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, die möglichen Auswirkungen von Autismus auf Wahrnehmung, Arbeitsweise, Kommunikations-  und Sozialverhalten, zum Grad der Behinderung,  zu Arbeitsschutz, Fahrerlaubnis und vieles mehr.

Die Broschüre schließt mit Hinweisen, wo auf der  REHADAT-Plattform weitere Informationen wie Praxisbeispiele, Ansprechstellen und Literaturhinweise zu finden sind. Das Heft kann im Bereich "Publikationen" der REHADAT-Website als PDF-Datei herunter geladen werden.  

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