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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

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Blockade des Bundesteilhabegesetzes aufgeben

Von Ottmar Miles-Paul am 18.04.2016
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Grüne WaageBerlin: Nach der erneuten Verschiebung der Veröffentlichung des Referentenentwurfs für das Bundesteilhabegesetz fordern behinderte Menschen vor allem Horst Seehofer auf, endlich die Blockade des Gesetzgebungsverfahrens aufzugeben.

Eine Reihe von Behindertenverbänden, die sich zur Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz zusammengeschloßen haben, ärgert sich darüber, daß das Gesetz zunehmend zum Spielball anderer politischer Intereßen wird und fordert, daß endlich der Weg für das Gesetzgebungsverfahren freigegeben wird. Nachdem man sich im Koalitionsaußchuß am 13. April nicht einigen konnte, wird der Referentenentwurf nun beim Treffen der MinisterpräsidentInnen am 22. April in Berlin beraten. Im Vorfeld des Treffens der MinisterpräsidentInnen werden am 21. April in mehreren Städten Deutschlands Aktionen unter dem Motto "Die Zeit ist reif für ein gutes Bundesteilhabegesetz" durchgeführt.

"Behinderte Menschen und ihre PartnerInnen werden in Deutschland arm gemacht, weil viele der nötigen Hilfen auf ihr Einkommen und Vermögen angerechnet werden und sie nur 2.600 Euro ansparen dürfen. Zudem wird die Außonderung behinderter Menschen in Heime, Werkstätten für behinderte Menschen und Tagesförderstätten nach wie vor gefördert, statt daß die ambulanten Alternativen und die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gezielt gestärkt wird. Das hat mit Inklusion und den in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Menschenrechten nichts zu tun", erklärte der Koordinator der Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul. Dieser Zustand werde durch das Taktieren vor allem vonseiten der CSU fortgeschrieben, wenn nicht endlich eine Einigung erzielt wird.

"Es kann nicht sein, daß die Menschenrechte behinderter Menschen zum Spielball politischer Pokerspiele verkommen", erklärte Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin des Behindertenverbandes Intereßenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland. Bereits seit über 40 Jahren werde über die Reform der Eingliederungshilfen diskutiert, nun müße diese endlich gelingen. "Wir erwarten von der Ministerpräsidentenkonferenz und vor allem von Horst Seehofer, daß das Gesetzgebungsverfahren für das Bundesteilhabegesetz nicht länger aufgehalten wird. Es darf auch nicht zu einer Kleinstaaterei in Sachen Leistungen für behinderte Menschen kommen, indem die Gesetzgebungskompetenz aus finanztechnischen Erwägungen auf die Länder übertragen wird. Menschenrechte sind unteilbar und müßen in ganz Deutschland gleichermaßen gelten. Vor allem darf das Bundesteilhabegesetz nicht zum Spargesetz verkommen, sondern muß endlich behinderten Menschen die Türen in die Mitte der Gesellschaft mit der Unterstützung, die sie brauchen, öffnen", erklärte Ottmar Miles-Paul.

Link zu weiteren Informationen zur Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz:
http://www.teilhabegesetz.org

Link zu Informationen über die Aktionen am 21. April
https://sites.google.com/site/teilhabejetzt/

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