Hintergrundbild
Menü
P

Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage

Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

symbolisch Paragrafen
Link zum Bundesteilhabegesetz


Nachrichten

Hier werden die letzten Nachrichten angezeigt. Viele ältere Nachrichten finden Sie hier im Archiv.

Drei Budgets für Arbeit in einem Betrieb

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 29.08.2019
Startseite >>

Winnweiler­-Langmeil (kobinet) Die Firma Mobotix AG in Winnweiler­-Langmeil beschäftigt bereits drei behinderte Menschen im Rahmen des Budget für Arbeit und plant die Einstellung drei weiterer Personen im Rahmen dieser Alternaitvförderung zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. kobinet-Redakteur Ottmar MIles-Paul sprach mit dem Schwerbehindertenvertreter der Firma über die bisherigen Erfahrungen und die Möglichkeiten und Nöte der Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben.

kobinet-nachrichten: Bei der Firma Mobotix spielt die Beschäftigung behinderter Menschen ja eine besondere Rolle. Wie kam es dazu und in welchen Bereichen werden Menschen mit Behinderungen eingesetzt.

Jens Weichel: Es wird jede Woche Material und Zubehör von den Westpfalz-Werkstätten abgeholt und verarbeitet. Dies war ein großes Bedürfnis der Familie Hinkel, die die Firma vor zwanzig Jahren gründete. Menschen mit Behinderungen werden bei uns zum größten Teil in der Produktion eingesetzt. Auch in der IT, im Marketing und in der Reparatur sind welche beschäftigt.

kobinet-nachrichten: Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen beschäftigen Sie auch Menschen, die sonst in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten würden im Rahmen des Budget für Arbeit. Welche Erfahrungen haben Sie dabei bisher gemacht und wie viele Menschen sind es, die bei Ihnen bereits das Budget für Arbeit nutzen?

Jens Weichel: Momentan sind es drei Personen, die im Rahmen des Budget für Arbeit bei uns beschäftigt sind. Es werden in nächster Zeit noch drei weitere hinzukommen. Sie werden zuerst ein Praktikum absolvieren und danach wird entschieden, in welcher Abteilung ein geeigneter Platz für sie ist. Natürlich sollen sie dann in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

kobinet-nachrichten: Die Schwerbehindertenvertretung hat in den Betrieben ja eine Reihe von Möglichkeiten, die Beschäftigung behinderter Menschen zu fordern und zu fördern. Wie ist das bei Ihnen und was ist dabei wichtig?

Jens Weichel: Ich versuche natürlich, dass unsere schwerbehinderten Kollegen voll und ganz respektiert werden. Im September werden wir auch wieder eine Schwerbehindertenversammlung absolvieren. Hier werde ich Herrn Kirschenheiter vom Integrationsamt einladen. Er wird dann über seine persönlichen Erfahrungen in Betrieben berichten. Auch über Möglichkeiten, Zuschüsse zu bekommen um Fortbildungen zu absolvieren. Für eine gehörlose Kollegin beantragte ich eine App. Sie ermöglicht, dass jedes gesprochene Wort direkt übersetzt wird und auf einem iPad angezeigt wird. Sie kann jetzt an jedem Meeting in Ihrer Abteilung teilnehmen und die Kommunikation mit den Kollegen hat sich dadurch verbessert.

kobinet-nachrichten: Was braucht es Ihrer Meinung nach, damit mehr behinderte Menschen statt in einer Werkstatt in den Betrieben arbeiten und dort entsprechend entlohnt werden?

Jens Weichel: Ich glaube, dass viele Unternehmen überhaupt nicht wissen, was das Budget für Arbeit überhaupt ist und dass es so etwas gibt. Aus diesem Grund müsste mehr Personal in den Werkstätten eingestellt werden. Es sollte auch mehr Werbung darüber gemacht werden.

kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche für die Beschäftigung behinderter Menschen frei hätten, welche wären das?

Jens Weichel: Ich würde mir wünschen, dass mehr Zuschüsse freigegeben werden. Dadurch werden den schwerbehinderten Menschen mehr Perspektiven in der Arbeitswelt ermöglicht. Die Ausgleichszahlungen müssten drastisch erhöht werden, damit Unternehmen mehr schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.

zurück


zu facebook E-Mail

Termine

Nichts ist geplant , DO
Kein Eintrag
Anstehende Termine
Kein Eintrag
Frühere Termine (Archiv)
05.11.2019, DI  Großen Saal in der "Alten Parteischule“, Werner-Seelenbinder-Straße 14, in 99096 Erfurt    Fachtag zu personenzentrierten Leistungen  10:00 - 16:00 Uhr
02.10.2019, MI  Halle (Saale)    Was macht einen guten Landesrahmenvertrag aus?  10:30 bis 16:00 Uhr Uhr
20.09.2019, FR  Bertha-von-Suttner-Platz - hinter dem Hbf Düsseldorf    Demonstration Spahn-Pläne zur Beatmung  17:00 Uhr Uhr
11.09.2019, MI  Berlin    Anhörung zum Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz RISG  10:00 - 12:00 Uhr Uhr
10.09.2019, DI  Vor dem Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstraße 108 in Berlin    Demonstration für den Erhalt der Selbstbestimmung  15:00 - 18:00 Uhr Uhr
20.08.2019, DI  Erfurt    Selbst Aktiv Klausur zum Bundesteilhabegesetz   Uhr
23.07.2019, DI  Kleisthaus Berlin    Anhörung zum Angehörigen-Entlastungsgesetz  10:00 - 12:00 Uhr Uhr
18.07.2019, DO  Erfurt    Rahmenverträge mitgestalten  11:00 - 16:00 Uhr Uhr
22.06.2019, SA  Berlin    Pride Parade  Ab 15:00 Uhr
25.03.2019, MO  Berlin    Vorstellung von Gesetzesvorschlägen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention  13:00 Uhr Uhr

Koordiniert vom
Logo Netzwerk Artikel 3

Gefördert durch:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Logo)
aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

Weitere Seiten: