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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung fortsetzen

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 29.10.2019
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Bonn: EUTB stehe für Erfolg. Das zeigten die ständig wachsenden Zahlen der Inanspruchnahme der Beratungsstelle, die bei der PRO RETINA Deutschland seit April 2018 angesiedelt ist. Seit ihrer Eröffnung können sich Menschen mit Behinderung, unter anderem mit einer Sehbehinderung, hierher mit ihren Fragen zur sozialen und beruflichen Teilhabe wenden. Beraten wird sowohl telefonisch als auch vor Ort. Deshalb begrüßt die PRO RETINA Deutschland, dass der Dachverband der Selbsthilfe – BAG Selbsthilfe – und seine Landesarbeitsgemeinschaften sich dafür einsetzen, dass die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) dauerhaft über das Jahr 2022 hinaus gesetzlich gefördert wird.

Peer to Peer – Auf Augenhöhe durch den Dschungel

Der Leiter der EUTB der PRO RETINA Deutschland, Sylvester Sachse-Schüler, betont die Notwendigkeit der Beratung: "Zum ersten Mal hat der Gesetzgeber mit der EUTB ein kostenloses niedrigschwelliges Beratungsangebot geschaffen, das unabhängig von Leistungs- oder Kostenträgern Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte, chronisch kranke Menschen sowie deren Angehörigen Rat und Orientierung im Dschungel der Anträge und bei diversen Hürden verschafft. Bis heute sind bundesweit über 500 solcher Beratungsstellen entstanden“. In Ergänzung zu anderen Beratungsangeboten sei mit der EUTB das sogenannte Peer-Prinzip verankert, das heißt: Betroffene beraten Betroffene auf Augenhöhe, betonte Sylvester Sachse-Schüler und ergänzt: "Dieses Prinzip schafft besonderes Vertrauen, ermöglicht individuelle Lösungen aufzuzeigen und ermutigt Ratsuchende, ihren selbstbestimmten Weg zu gehen.“

Hilfe zur Selbsthilfe stärken - Rahmenbedingungen erleichtern

PRO RETINA unterstützt die Resolution der BAG Selbsthilfe, welche nicht nur das Gesetzesvorhaben zur Verstetigung von EUTB begrüßt, sondern auch einen dringenden Reformbedarf bei den Rahmenbedingungen der Förderung formuliert. Hohe bürokratische Hürden und komplizierte Antragsverfahren erschwerten demnach den ohnehin schon nicht leicht zu bewerkstelligenden Aufbau und Betrieb einer Beratungsstelle. Viele kleinere Organisationen, die nur über rein ehrenamtlich tätige Mitarbeiter und geringe finanzielle Ressourcen verfügen, haben deshalb sogar davon abgesehen, ein eigenes EUTB-Angebot zu erstellen, obwohl hieran erkennbar ein Bedarf besteht.

Die BAG Selbsthilfe macht darauf aufmerksam, dass der Gesetzgeber hier Abhilfe schaffen und die Bedingungen von Selbsthilfe stärker berücksichtigen müsse, zumindest über die vorgesehene neue Rechtsverordnung zu § 32 SGB IX. Die PRO RETINA Deutschland schließt sich dem an, wie es in einer Presseinformation des Verbandes heißt.

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