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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Erste Entlastungen für Kommunen beschlossen

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 24.08.2014
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100 Euro ScheinBerlin: Im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz und der Reform der Eingliederungshilfe wird vor allem immer wieder die notwendige Entlastung der Kommunen ins Feld geführt. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine erste Entlastung der Kommunen beschloßen ohne daß dabei Verbeßerungen für behinderte Menschen verbunden sind.

Demnach sollen Städte und Gemeinden zwischen 2015 und 2017 einem Bericht von SPIEGEL ONLINE zufolge um je eine Milliarde Euro bei der Eingliederungshilfe für Behinderte entlastet werden. Langfristig soll die Summe auf jährlich fünf Milliarden Euro steigen. Da das Bundesteilhabegesetz erst Mitte 2016 vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden soll, wird der Bund dem Gesetzentwurf zufolge in einem ersten Schritt 500 Millionen Euro aus den Kosten der Unterkunft und 500 Millionen Euro aus dem Gemeindeanteil der Gemeinden pro Jahr übernehmen. Während eine Reihe von Kommunen befürchten, daß das Geld, das über die Länder verrechnet wird, bei ihnen ankommt, hegen viele behinderte Menschen die Befürchtung, daß sich im Zuge dieser Finanzverschiebungen nichts an ihrer Situation ändern wird.

"So berechtigt das Anliegen der Kommunen ist, bei den Sozialleistungen für behinderte Menschen durch den Bund entlastet zu werden, so berechtigt sind auch die Forderungen behinderter Menschen, daß sich ihre Leistungen und die damit verbundenen Rahmenbedingungen endlich auch verbeßern. Denn während die Kosten der Eingliederungshilfe in den letzten Jahren stetig angestiegen sind, bedeutet dies für viele behinderte Menschen immer noch hohe Abhängigkeit, Ausgrenzung in Sonderwelten und fehlende Hilfen und Rahmenbedingungen für eine echte Inklusion", erklärte der Koordinator der von über 40 Verbänden und Organisationen getragenen Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz, Ottmar Miles-Paul.

Es gelte nun also im Prozeß der Gesetzesentwicklung sehr genau darauf zu achten, daß die Belange behinderter Menschen im Finanzgeschacher zwischen Bund, Ländern und Gemeinden und Leistungserbringern nicht auf der Strecke bleiben. Im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention müße die Losung lauten, daß eine echte Inklusion mit den nötigen Hilfen so selbstbestimmt wie möglich gewährleistet wird.

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