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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Es regnete falsche fünf Euro Scheine

Von Ottmar Miles-Paul am 19.05.2016
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Falsche 5-Euro ScheineEmmendingen/Waldkirch: Auf eine pfiffige Aktion, die vor kurzem in Baden stattgefunden hat, hat Melanie Hildmann die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Wir wollen teilhaben – für eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft" regnete es in den Städten Emmendingen und Waldkirch falsche 5-Euro-Scheine.

Zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung haben der Landkreis Emmendingen und die Städte Waldkirch und Emmendingen mit falschen 5-Euro-Scheinen auf die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. Die Rückseiten der Scheine waren bedruckt mit Sprüchen wie "Behinderung macht arm", "Wir wollen keine Mogelpackung – für ein gutes Bundesteilhabegesetz" und ähnlichen Außagen. Dabei sollte mit dem Spielgeld zweierlei symbolisiert werden: zum einen die enttäuschten Erwartungen und Hoffnungen von Menschen mit Behinderungen und zum anderen die Bereitschaft, sich einzusetzen für ein selbstbestimmtes Leben und für gleichberechtigte Teilhabe.

Die (Spiel-) Geldscheine wurden in den beiden Städten und im Zug verteilt und ausgelegt. Bisher waren die Rückmeldungen sehr positiv und die Veranstalter zufrieden, heißt es in einem Bericht über die Aktion. "Wir wollen die Menschen zum Nachdenken anregen", sagte Bruno Stratz, Behindertenbeauftragter des Landkreises Emmendingen. Ausgangspunkt der Überlegungen war, daß Menschen häufig abwehrend reagieren, wenn sie auf offener Straße angesprochen werden oder wenig Intereße an Informationßtänden zeigen. Esther Weber von der Geschäftßtelle des Behindertenbeauftragten im Landkreis Emmendingen und Regina Fuchs, die Inklusionsbeauftragte von Waldkirch erklären dazu: "Finden Leute einen unserer (vermeintlichen) 5-Euro-Scheine und auf der Rückseite Infos zur Situation von Menschen mit Behinderungen, beginnen sie vielleicht damit, sich Gedanken zu machen."

Zur Aktion gehörte auch noch eine Zugfahrt mit mehreren RollstuhlfahrerInnen in Begleitung eines Journalisten der örtlichen Tageszeitung "Badische Zeitung" und das Aufhängen von Plakaten mit der Aufschrift "Wenn Sie meine Behinderung übernehmen, überlaße ich Ihnen diesen Parkplatz" an Parkplätzen für Menschen mit Behinderung, die häufig von Parkern ohne Berechtigung belegt werden.

Link zum Artikel über die Zugfahrt in der Badischen Zeitung

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