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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Gehen taubblinde Menschen beim Bundesteilhabegesetz leer aus?

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 30.03.2016
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FragezeichenBerlin: Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat in den letzten Wochen bereits einige Negativbeispiele aufgezeigt, die sich für blinde und sehbehinderte Menschen nach den derzeitigen Planungen zum Bundesteilhabegesetz ergeben könnten. Nun hat der Verband das Thema auf die Belange taubblinder Menschen abgeklopft, die in puncto Teilhabe seiner Ansicht nach einmal wieder leer auszugehen drohen.

"Taubblindheit ist eine Behinderung eigener Art. Wer gravierende Hör- und Seheinschränkungen hat, kann fehlendes Hören nicht mehr durch Sehen ausgleichen und umgekehrt. Der Gemeinsame Fachaußchuß hörsehbehindert/taubblind (GFTB) fordert deshalb seit fast zehn Jahren ein eigenes Merkzeichen für Taubblindheit im Schwerbehindertenausweis. Ein solches soll nun laut Arbeitsentwurf tatsächlich eingeführt werden, aber nicht den Namen "taubblind" (TBl) tragen, sondern "außergewöhnlich hörsehbehindert" (aHS). Hier werden hörsehbehinderte und taubblinde Menschen in einen Topf geworfen", stellt der GFTB-Vorsitzende Reiner Delgado fest. "Das ist ein Rückschritt in der Anerkennung von Taubblindheit und bagatellisiert diese Behinderung."

Für den GFTB geht es dabei um mehr als Worte, denn auch die nötigen spezifischen Aßistenz- und Dolmetschleistungen für taubblinde Menschen kommen im Arbeitsentwurf nicht vor. Taubblindheit kann man sich schwerlich vorstellen, aber jedem wird einleuchten, daß diese Behinderung mit einem maßiven Bedarf an Unterstützung verbunden ist. Für jede Kommunikation mit der Umwelt, für jeden sozialen Kontakt braucht man qualifizierte Aßistenz, das gleiche gilt, wenn man auch nur einen Bruchteil der Nachrichten aufnehmen möchte, die unsere Informationsgesellschaft täglich liefert. Einfach mal vor die Tür gehen, um frische Luft zu schnappen - eine Herausforderung, an der taubblinde Menschen scheitern, wenn sie nicht sachkundig begleitet werden. Ohne qualifizierte Unterstützung droht taubblinden Menschen die völlige Isolation, heißt es im Newsletter dbsv-direkt.

"Wer taubblind ist, ist häufig nicht in der Lage, seine Situation zu erklären und um Unterstützung zu kämpfen. Das Bundesteilhabegesetz muß hier endlich Abhilfe schaffen, indem es Taubblindheit und die damit verbundenen Bedarfe benennt und anerkennt", bringt Reiner Delgado es auf den Punkt. Weitere Infos zum Bundesteilhabegesetz aus Sicht des DBSV gibt's unter www.teilhabegesetz.dbsv.org.

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Termine

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Frühere Termine (Archiv)
08.10.2018, MO  Manfred-Sauer-Stiftung Lobbach    Intensiv-Kurs Recht zu rechtlichen Grundlagen für die Teilhabeberatung  8.10. - 12.10.2018 Uhr
01.09.2018, SA  Haus der Region Hannover    Auftaktveranstaltung einer Fortbildungsreihe zum Bundesteilhabegesetz  10.00 - 15.00 Uhr Uhr
15.08.2018, MI  Jugendgästehaus Duderstadt    Teilhabeberatung beim Sommercamp  14:30 - 17:00 Uhr Uhr
12.08.2018, SO  Duderstadt vom 12. - 17. August 2018    Sommercamp zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen   Uhr
09.08.2018, DO  Georg-Michael-Pfaff Saal der Volkshochschule Kaiserslautern    Selbstbestimmt leben in Kaiserslautern?  18:30 Uhr Uhr
23.06.2018, SA  Berlin    Pride Parade in Berlin   Uhr
23.06.2018, SA  Berlin ab Hermannplatz    Pride Parade behindert und verrückt feiern  15:00 Uhr Uhr
23.05.2018, MI  Trier, Tagungs- und Gästehaus Barmherzige Brüder, Nordallee 1, 54292 Trier    Bundesteilhabegesetz: Vom Tiger zum Kätzchen?  18:00 - 20:30 Uhr Uhr
21.05.2018, MO  Lobbach    Schulung zu rechtlichen Grundlagen der Teilhabeberatung   Uhr
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