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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Goldene Regeln für gute Beratung

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 06.03.2018
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Logo von Mensch zuerstKassel: Die Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten - Mensch zuerst - hat ein neues Heft zum Thema Beratung von und für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in Leichter Sprache veröffentlicht. Die goldenen Regeln für eine gute Beratung für und von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten sollen vor allem eine Leitlinie für die Arbeit der derzeit neu entstehenden ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen sein, bei denen, nach der Hoffnung von Mensch zuerst, auch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten auf gleicher Augenhöhe mit arbeiten und mit beraten sollen.

"Seit 1. Januar 2018 gibt es die ergänzenden unabhängigen Teilhabe-Beratungs-Stellen. Das ist ein langes Wort. Die Abkürzung ist EUTB. Mensch zuerst will den Beratungs-Stellen helfen: Wie können Menschen mit Lern-Schwierigkeiten gut beraten werden? Wie können Menschen mit Lern-Schwierigkeiten selbst gut beraten?" So heißt es in der Einführung des neuen Heftes und weiter: "Viele Menschen mit Lern-Schwierigkeiten wünschen sich Beratung von Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wir wollen: Menschen mit Lern-Schwierigkeiten sollen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten beraten."

Im Hinblick auf die Beratung von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten gibt es derzeit verschiedene Begriffe in der Diskussion. "Wenn Menschen mit Lern-Schwierigkeiten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten beraten, dann kann man auch sagen Tandem-Beratung. Man kann auch sagen Assistierte Beratung. Wir finden das Wort Tandem-Beratung nicht so gut. Denn beim Tandem steuert meistens nur eine Person. Wir finden das Wort Assistierte-Beratung auch nicht so gut. Denn das ist ein schweres Wort. Wir finden das Wort Unterstützte Beratung besser", heißt es dazu im Heft von Mensch zuerst. Dabei geht es für Mensch zuerst nicht nur darum, dass Menschen mit Lern-Schwierigkeiten bei den Fragen in der Beratung unterstützt werden, bei denen sie sich nicht so gut auskennen.

Die Unterstützte Beratung ist nach Ansicht von Mensch jedoch keine Einbahnstraße. Dabei gehe es auch darum, dass Menschen mit Lern-Schwierigkeiten die anderen Beraterinnen unterstützen können, wenn es um Fragen geht, die sie aus ihrer Erfahrung als Menschen mit Lern-Schwierigkeiten gut kennen. Zum Beispiel beim Auszug aus einem Heim oder dem Elternhaus in eine eigene Wohnung, bzw. vom Wechsel aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt können diejenigen, die diese Veränderung durchgemacht haben, oftmals gut und einfühlsam andere unterstützen, die über ähnliche Wege nachdenken, bzw. diese gehen wollen.

Für Mensch zuerst ist dabei klar: "Die Beratung muss bezahlt werden. Der Berater oder die Beraterin muss Geld für die Arbeit bekommen: Gute Bezahlung für gute Arbeit. Zum Beispiel: Durch persönliches Geld für Arbeit. Das heißt in Schwerer Sprache: Budget für Arbeit", so steht es im Heft von Mensch zuerst. Vor allem auch deshalb, weil in den letzten Jahren zwar Menschen mit Lern-Schwierigkeiten zur Beratung hinzugezogen werden, diese aber ganz selten dafür eine faire Bezahlung bekommen und oft mit dem geringen Lohn in Werkstätten bleiben.

Lin k zu den goldenen Regeln von Mensch zuerst für eine gute Beratung für und von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten

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