Hintergrundbild
Menü
P

Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage

Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir u.a. die folgenden Informationen.

 

symbolisch Paragrafen
Link zum Bundesteilhabegesetz


Nachrichten

Hier werden die letzten Nachrichten angezeigt. Viele ältere Nachrichten finden Sie hier im Archiv.

Kölner Erklärung zur Gebärdensprache

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 28.04.2016
Startseite >>

Grafik zeigt Symbol für Deutsche GebärdenspracheKöln: Eine Kölner Erklärung der Gebärdensprachgemeinschaft zum Reformprozeß der Leistungen der sozialen Teilhabe und Inklusion in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland hat der Arbeitskreis Sign Teilhabe vor kurzem im Nachgang zu einer Podiumsdiskußion zum Bundesteilhabegesetz in Köln veröffentlicht.

Die Kölner Erklärung versteht sich als Aufruf an die politischen Entscheidungsträger, das Bundesteilhabegesetz (BTHG) sowie das Behindertengleichstellunggesetz 1:1 im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu gestalten, so daß keine Gruppe der Menschen mit Behinderung Nachteile durch die Gestaltung des Gesetzes zu erwarten hat, heißt es in der Einführung der Erklärung. "Wir rufen dazu auf, daß auch die Bedürfniße für ein autonomes Leben der Gebärdensprachgemeinschaft, wozu Gehörlose, Schwerhörige, Cochlea-Implantat-TrägerInnen, Resthörige und Taubblinden gehören, vollumfänglich berücksichtigt werden", heißt es weiter.

"Wir sind auf die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als Erstsprache angewiesen. Die Gebärdensprache ist für unser Leben eßentiell und sie ist auch identitätßtiftend. Aus der Sicht der Gebärdensprachgemeinschaft ist die Gebärdensprache die einzige barrierefreie Kommunikationsform zur Ermöglichung der Selbstbestimmung und zur Öffnung des Zugangs zu allen Lebensbereichen der Gesellschaft. Aufgrund unserer kommunikativen Barrieren werden unsere Bedürfniße als Gebärdensprachler bei fast allen politischen und gesellschaftlichen Prozeßen oftmals zu wenig wahrgenommen bzw. kaum berücksichtigt." Daher werden folgende Forderung formuliert:

  • Wir fordern volle Kostenübernahme für den Sprachmittler (= Gebärdensprachdolmetscher und Schriftdolmetscher bei freier Dolmetscherwahl des Betroffenen) und anderer Kommunikationsdienste für die Gebärdensprachgemeinschaft, Hörbehinderten und Taubblinden zur Sicherung der Kommunikation in der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe einschließlich schulischer Bildung wie auch für alle Ehrenämter!

  • Wir fordern ein eigenes Merkzeichen für Taubblinde Menschen (=„TBL“), eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Taubblindenaßistenten im Sinne der Taubblinden sowie entsprechende Leistungen, wofür Taubblinden Menschen seit langem kämpfen und für eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft fordern!

  • Wir fordern die Abschaffung der Anrechnung von Vermögen und Einkommen für Menschen mit Behinderung.

  • Wir fordern die volle Kostenübernahme aller Hörhilfen und Hilfsmitteln aus dem Hilfsmittelkatalog für Gehörlose, Schwerhörige, Cochlea-Implantat-Träger, Resthörige und Taubblinden!

  • Wir fordern die Einführung der Deutschen Gebärdensprache als zusätzlicher Amtßprache!

  • Wir fordern ein einheitliches Bundesteilhabegeld (aktuell Gehörlosengeld in einigen Bundesländern) als behindertenbedingten Nachteilsausgleich!

  • Wir fordern auf, daß Einrichtungen unter Anwendung des Prinzips „Peer Support“ geführt werden und sich profeßionell unter Anleitung von gehörlosen Experten entwickeln.

Um es auch klarzustellen: Wir unterstützen die Forderungen vom Deutschen Behindertenrat (DBR) voll und ganz und laßen uns nicht auseinander dividieren. Diese Forderungen sind nicht verhandelbar. Kurzum: Wir fordern ein eigenständiges und echtes Bundesteilhabegesetz, welches im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eine volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit Behinderung in Deutschland ermöglicht und sicherstellt. Wir - das ist der Arbeitskreis Sign-Teilhabe, welche eine unabhängige und ehrenamtliche Organisation ist und aus gehörlosen und schwerhörigen Sachkundigen und Intereßierten besteht. Der Kölner Verband für Gebärdensprachkultur Köln und Umland e.V. ist der Schirmherr der Aufklärungskampagne des Arbeitskreises. Um möglichst alle Menschen aller Arten von Hörbehinderungen (Gehörlose, Schwerhörige, Ertaubten, Cochlea-Implantat-TrägerInnen, etc.) anzusprechen, wurde der Name Sign-Teilhabe aus der Taufe gehoben. 'Sign' bedeutet Gebärdensprache als visuelle Sprache, die für Menschen mit Hörbehinderung die Erstsprache ist", heißt es in der Kölner Erklärung.

zurück


zu facebook E-Mail

Termine

Nächster Termin ist am 23.06.2018, SA
Pride Parade in Berlin

Berlin (), 23.06.2018, SA ,

Link zum Aufruf zur Mitwirkung im Organisationsteam für die diesjährige Mad Pride Parade in Berlin

.





Pride Parade behindert und verrückt feiern

Berlin ab Hermannplatz (), 23.06.2018, SA 15:00 Uhr,

Link zu weiteren Infos

.


Anstehende Termine
23.06.2018, SA  Berlin    Pride Parade in Berlin   Uhr
23.06.2018, SA  Berlin ab Hermannplatz    Pride Parade behindert und verrückt feiern  15:00 Uhr Uhr
12.08.2018, SO  Duderstadt vom 12. - 17. August 2018    Sommercamp zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen   Uhr
Frühere Termine (Archiv)
23.05.2018, MI  Trier, Tagungs- und Gästehaus Barmherzige Brüder, Nordallee 1, 54292 Trier    Bundesteilhabegesetz: Vom Tiger zum Kätzchen?  18:00 - 20:30 Uhr Uhr
21.05.2018, MO  Lobbach    Schulung zu rechtlichen Grundlagen der Teilhabeberatung   Uhr
21.05.2018, MO  Köln: Start Köln-Ehrenfeld S-Bahn, Kundgebung 16:00 Uhr Odonien, Hornstr. 85, Köln-Neuehrenfeld    Mad Pride Parade mit Kundgebung   Uhr
15.05.2018, DI  15.-17. Mai in Stuttgart    Deutscher Fürsorgetag   Uhr
05.05.2018, SA  Berlin    Demonstration zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen  14.00 - 17.00 Uhr Uhr
28.04.2018, SA  bundesweit an verschiedenen Orten    Aktionsfinder zu Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen  Aktionen vom 28. April bis 13. Mai Uhr
25.04.2018, MI  Staatsarchiv Ludwigsburg    Diskussionsveranstaltung Inklusion oder Exklusion  19.30 Uhr - Einlass 19.00 Uhr Uhr
25.04.2018, MI  Herrenstr. 8 A in Hannover     Einweihung der EUTB-Beratungsstelle in Hannover  11:00 - 13:00 Uhr Uhr
14.04.2018, SA  Mainz    Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz  10.00 - 15.00 Uhr Uhr
13.04.2018, FR  Mainz    Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz  11:00 - 18:00 Uhr Uhr

Koordiniert vom
Logo Netzwerk Artikel 3

Gefördert durch:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Logo)
aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

Weitere Seiten: