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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bietet das NETZWERK ARTIKEL 3 im folgenden Informationim zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

symbolisch Paragrafen
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Leistungsträger trafen Bündnis Persönliches Budget

Von Ottmar Miles-Paul am 05.03.2018
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(hinten) Uwe Rump-Kahl, Sandra Stein, Andreas Wenzel, Ralf Thalacker, Peter Ramm - (vorne) Monika Nölting, Petra Wontorra, Sina RimpoHannover: Am 1. März führte das Büro der niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen eine Fachtagung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget durch. "Alle reden miteinander! – Offener Erfahrungsaustausch" lautete der Titel der Fachtagung, bei der Mitglieder aus dem Bündnis Budget, Kostenträger aus ganz Niedersachsen, wie die Bundesagentur für Arbeit, die Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und Expertinnen und Experten für das Persönliche Budget aus vielen niedersächsischen Landkreisen und Städten ins Gespräch kamen.

Mit dem Persönlichen Budget können Menschen mit Behinderungen Geldleistungen oder einen Gutschein anstelle von Sach- und Dienstleistungen von Kostenträgern erhalten. Sie können selbst entscheiden, wann, wo, wie, welche und von wem sie berechtigte Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen. Menschen mit Behinderungen werden mit dem Budget zu Käuferinnen und Käufern, Kundinnen und Kunden und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Sie können zum Beispiel Pflegeleistungen oder Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben (Arbeitsassistenz) erhalten, heißt es in einem Bericht der niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten Petra Wontorra über die Veranstaltung. Die Mitglieder im niedersächsischen Bündnis Persönliches Budget kommen aus mehr als 20 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten in Niedersachsen. Um das Budget bekannter zu machen und voran zu bringen, finden regelmäßige Treffen auf Landesebene bei der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen statt.

Im Bündnis wurde der Bedarf an noch besserer Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern erkannt. Der Rechtsanspruch für das Persönliche Budget besteht seit 10 Jahren. Die Idee, einen Fachkongress für einen gemeinsamen Austausch und eine gemeinsame Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern zu veranstalten, haben Petra Wontorra und ihre Referentin Sandra Stein nun umgesetzt und die Veranstaltung moderiert. Am Vormittag gab es drei Impulsreferate: Herr Rump-Kahl stellte das Niedersächsische Bündnis Persönliches Budget vor und Sina Rimpo referierte aus ihrem Erfahrungsschatz mit dem Persönlichen Budget als Anwenderin und Beraterin. Es folgten Impulsvorträge von Andreas Wenzel von der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und von Ralf Thalacker vom Landkreis Northeim, sowie von Peter Ramm vom Landkreis Osnabrück. Es gab viele Möglichkeiten zur Diskussion und zum gemeinsamen Austausch im Anschluss an die Vorträge, heißt es in dem Bericht der Beauftragten.

Der Nachmittag war ausgefüllt mit drei Workshops. Hier wurden Wünsche und Visionen an das Bündnis und an Kostenträger formuliert, sowie konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet. "Insgesamt war die Veranstaltung von einer offenen und zugewandten Atmosphäre geprägt. Die Teilnehmenden arbeiteten sehr motiviert und engagiert in den Arbeitsgruppen und diskutierten Fallvignetten, Herausforderungen, Gelingensbedingungen und formulierten SMARTe (spezifische, messbare, anspruchsvolle, realistische und terminierte) Ziele für die zukünftige Zusammenarbeit. Das Bündnis hat seit diesem Tag noch weitere Mitglieder – nun sind auch weitere Kostenträger dabei", erklärte Petra Wontorra.

Als Chance für mehr Persönliche Budgets sehen die Expertinnen und Experten die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wie die Beratung in den Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen sowie die Leistungen, die seit kurzem mit dem Instrument "Bedarfsermittlung Niedersachsen (B.E.Ni)" erkundet werden. Auch die Landesbeauftragte Petra Wontorra ist überzeugt: "Mit der Unterstützung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen für Menschen mit Behinderungen (EUTB) wird diese Form der Hilfe zunehmen." Sie bezieht sich dabei auf den Satz einer Budgetnehmerin, die sagt: "Eine Wahl habe ich nur, wenn mir verschiedene Wege gezeigt werden."

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