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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage

Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir u.a. die folgenden Informationen.

 

symbolisch Paragrafen
Link zum Bundesteilhabegesetz


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Leistungsträger trafen Bündnis Persönliches Budget

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 05.03.2018
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(hinten) Uwe Rump-Kahl, Sandra Stein, Andreas Wenzel, Ralf Thalacker, Peter Ramm - (vorne) Monika Nölting, Petra Wontorra, Sina RimpoHannover: Am 1. März führte das Büro der niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen eine Fachtagung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget durch. "Alle reden miteinander! – Offener Erfahrungsaustausch" lautete der Titel der Fachtagung, bei der Mitglieder aus dem Bündnis Budget, Kostenträger aus ganz Niedersachsen, wie die Bundesagentur für Arbeit, die Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und Expertinnen und Experten für das Persönliche Budget aus vielen niedersächsischen Landkreisen und Städten ins Gespräch kamen.

Mit dem Persönlichen Budget können Menschen mit Behinderungen Geldleistungen oder einen Gutschein anstelle von Sach- und Dienstleistungen von Kostenträgern erhalten. Sie können selbst entscheiden, wann, wo, wie, welche und von wem sie berechtigte Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen. Menschen mit Behinderungen werden mit dem Budget zu Käuferinnen und Käufern, Kundinnen und Kunden und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Sie können zum Beispiel Pflegeleistungen oder Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben (Arbeitsassistenz) erhalten, heißt es in einem Bericht der niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten Petra Wontorra über die Veranstaltung. Die Mitglieder im niedersächsischen Bündnis Persönliches Budget kommen aus mehr als 20 Landkreisen bzw. kreisfreien Städten in Niedersachsen. Um das Budget bekannter zu machen und voran zu bringen, finden regelmäßige Treffen auf Landesebene bei der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen statt.

Im Bündnis wurde der Bedarf an noch besserer Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern erkannt. Der Rechtsanspruch für das Persönliche Budget besteht seit 10 Jahren. Die Idee, einen Fachkongress für einen gemeinsamen Austausch und eine gemeinsame Vernetzung zwischen Kostenträgern und Bündnismitgliedern zu veranstalten, haben Petra Wontorra und ihre Referentin Sandra Stein nun umgesetzt und die Veranstaltung moderiert. Am Vormittag gab es drei Impulsreferate: Herr Rump-Kahl stellte das Niedersächsische Bündnis Persönliches Budget vor und Sina Rimpo referierte aus ihrem Erfahrungsschatz mit dem Persönlichen Budget als Anwenderin und Beraterin. Es folgten Impulsvorträge von Andreas Wenzel von der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und von Ralf Thalacker vom Landkreis Northeim, sowie von Peter Ramm vom Landkreis Osnabrück. Es gab viele Möglichkeiten zur Diskussion und zum gemeinsamen Austausch im Anschluss an die Vorträge, heißt es in dem Bericht der Beauftragten.

Der Nachmittag war ausgefüllt mit drei Workshops. Hier wurden Wünsche und Visionen an das Bündnis und an Kostenträger formuliert, sowie konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet. "Insgesamt war die Veranstaltung von einer offenen und zugewandten Atmosphäre geprägt. Die Teilnehmenden arbeiteten sehr motiviert und engagiert in den Arbeitsgruppen und diskutierten Fallvignetten, Herausforderungen, Gelingensbedingungen und formulierten SMARTe (spezifische, messbare, anspruchsvolle, realistische und terminierte) Ziele für die zukünftige Zusammenarbeit. Das Bündnis hat seit diesem Tag noch weitere Mitglieder – nun sind auch weitere Kostenträger dabei", erklärte Petra Wontorra.

Als Chance für mehr Persönliche Budgets sehen die Expertinnen und Experten die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes wie die Beratung in den Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen sowie die Leistungen, die seit kurzem mit dem Instrument "Bedarfsermittlung Niedersachsen (B.E.Ni)" erkundet werden. Auch die Landesbeauftragte Petra Wontorra ist überzeugt: "Mit der Unterstützung der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen für Menschen mit Behinderungen (EUTB) wird diese Form der Hilfe zunehmen." Sie bezieht sich dabei auf den Satz einer Budgetnehmerin, die sagt: "Eine Wahl habe ich nur, wenn mir verschiedene Wege gezeigt werden."

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Termine

Nächster Termin ist am 25.04.2018, MI
Diskussionsveranstaltung Inklusion oder Exklusion

Staatsarchiv Ludwigsburg (Veranstalter: Kreisverband Bündnis 90/Die GRÜNEN Ludwigsburg), 25.04.2018, MI 19.30 Uhr - Einlass 19.00 Uhr,

Inklusion oder Exklusion?

25.4. um 19.30 Uhr, Einlass 19.00 Uhr.

Staatsarchiv Ludwigsburg, barrierefrei.

 

 

Mit der Landesbehindertenbeauftragten Stephanie Aeffner

Ottmar Miles-Paul, dem Gründungsmitglied des Behindertenverband Selbstbestimmt Leben in Deutschland  und Antonio Florio von Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg e.V.

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Anstehende Termine
25.04.2018, MI  Staatsarchiv Ludwigsburg    Diskussionsveranstaltung Inklusion oder Exklusion  19.30 Uhr - Einlass 19.00 Uhr Uhr
05.05.2018, SA  Berlin    Demonstration zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen  14.00 - 17.00 Uhr Uhr
15.05.2018, DI  15.-17. Mai in Stuttgart    Deutscher Fürsorgetag   Uhr
21.05.2018, MO  Lobbach    Schulung zu rechtlichen Grundlagen der Teilhabeberatung   Uhr
21.05.2018, MO  Köln: Start Köln-Ehrenfeld S-Bahn, Kundgebung 16:00 Uhr Odonien, Hornstr. 85, Köln-Neuehrenfeld    Mad Pride Parade mit Kundgebung   Uhr
23.06.2018, SA  Berlin    Pride Parade in Berlin   Uhr
12.08.2018, SO  Duderstadt vom 12. - 17. August 2018    Sommercamp zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen   Uhr
Frühere Termine (Archiv)
14.04.2018, SA  Mainz    Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz  10.00 - 15.00 Uhr Uhr
13.04.2018, FR  Mainz    Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz  11:00 - 18:00 Uhr Uhr
06.04.2018, FR  Berlin    Treffen unabhängiger Teilhabeberatungsstellen   Uhr
07.03.2018, MI  Düsseldorf    Anhörung zum Ausführungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes des Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales  10:30 - 13:30 Uhr Uhr
28.02.2018, MI  Köln-Deutz    I Have a Dream: Perspektiven der Eingliederungshilfe  9:30 - 16:30 Uhr Uhr
22.02.2018, DO  Berlin Haus der Demokratie    Menschenrechte und Behinderung  19:00 Uhr

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