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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Menschen mit Lernschwierigkeiten bei Beratung beteiligen

Von Ottmar Miles-Paul am 18.02.2016
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Stefan Göthling am TelefonKaßel: Mensch zuerst - das Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten hat - angesichts der aktuellen Diskußion um eine Förderung einer unabhängigen Beratung im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes bekräftigt, daß hier auch Menschen mit Lernschwierigkeiten mit einbezogen werden müßen. Anfang März wird die Selbstvertretungsorganisation das Thema bei einer Tagung in Uder aufgreifen.

"Wir Menschen mit Lernschwierigkeiten haben viele Erfahrungen gesammelt, die wir an andere Menschen mit Lernschwierigkeiten weitergeben können. Einige von uns haben es geschafft, aus Heimen auszuziehen. Andere haben es geschafft, anstatt in einer Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Persönliche Budgets werden mittlerweile von einigen Menschen mit Lernschwierigkeiten genutzt. Diese Erfahrungen müßen auch in der Beratung für behinderte Menschen genutzt werden. Denn wir können damit nicht nur zeigen, wie es gehen kann, sondern auch Mut machen, daß es gehen kann", erklärte Stefan Göthling, Geschäftsführer von Mensch zuerst.

Beratung auf Augenhöhe

Eine echte von Kostenträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung müße also auch Menschen mit Lernschwierigkeiten auf gleicher Augenhöhe berücksichtigen. "Das darf aber nicht so enden, daß wir zum Nulltarif oder auf Werkstattlohnebene diese Beratung leisten. So wie andere behinderte Menschen auch, müßen auch Menschen mit Lernschwierigkeiten als Beraterinnen und Berater eingestellt und bezahlt werden", fordert Stefan Göthling. Daß dies geht, zeigen nach Informationen von Stefan Göthling Erfahrungen aus Österreich, wo die Beratung von Menschen mit Lernschwierigkeiten bereits seit längerem stattfindet und gefördert wird.

Auswertung erster Erfahrungen

Bei der Abschlußtagung eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes Mut zur Inklusion will Mensch zuerst daher auch diskutieren, wie eine gute Beratung für Menschen mit Lernschwierigkeiten außehen kann. Vor allem sollen mit VertreterInnen aus Österreich Erfahrungen mit dem sogenannten Peer Counseling, also der Beratung von behinderten Menschen für behinderte Menschen aus der Sicht von Menschen mit Lernschwierigkeiten ausgetauscht werden. "Wir wollen, daß wir mit unserem Wißen und unseren Erfahrungen in der Diskußion um die Förderung einer unabhängigen Beratung beim Bundesteilhabegesetz nicht vergeßen werden. Denn es wurde schon viel zu viel über unsere Köpfe hinweg entschieden. Und wir wurden schon viel zu oft schlecht beraten", so Stefan Göthling.

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