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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Möglichkeiten unabhängiger Beratung

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 13.10.2015
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Verena BenteleBerlin (kobinet) Beratung von Menschen mit Behinderungen soll nach Ansicht von Verena Bentele auf die Teilhabeziele des Einzelnen ausgerichtet sein. "Sie muß transparent und erkennbar die besten Möglichkeiten aufzeigen", sagte heute die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Möglichkeiten für deutschlandweite unabhängige Beratung auslotete. Wie können vorhandene Beratungsangebote für Menschen mit Behinderung verbeßert werden und welche Standards kann und soll dabei z.B. das geplante Bundesteilhabegesetz bundesweit setzen? Darum ging es heute auf der Fachtagung „Unabhängige Beratung - Erfahrungen und Qualitätßtandards".

Auf Einladung der Beauftragten waren rund 100 Fachleute aus Verbänden, Selbsthilfeorganisationen und Politik in das Berliner Kleisthaus gekommen. Die Beratung, wie sie heute stattfindet, ist nach Meinung Benteles häufig stärker von Kosten als von der konsequenten Verfolgung von Teilhabe und Selbstbestimmung geprägt. So werden immer wieder Menschen mit Behinderungen entgegen ihren Wünschen in großen Einrichtungen untergebracht anstatt in Wohngemeinschaften oder den eigenen vier Wänden. Erschreckend sind die Fälle von jungen Menschen mit Behinderungen, die aufgrund falscher Beratung in Altersheimen leben. Eine gute und unabhängige Beratung ist nach Einschätzung der Bundesbehindertenbeauftragten unerläßlich, um die Menschen über ihre Möglichkeiten und Rechtsansprüche aufzuklären: „Natürlich können dafür nicht komplett neue Strukturen geschaffen werden. Wo bereits gute Beratung existiert, soll diese beibehalten und als best-practice-Beispiel für deutschlandweite unabhängige und qualitativ hochwertige Angebote genutzt werden."

Peer Counseling, bei dem Menschen mit Behinderung andere Menschen mit Behinderung informieren und beraten, ist aus Sicht von Verena Bentele auch zur Stärkung von Hilfe auf Augenhöhe dafür besonders sinnvoll. Die Beauftragte regte an, Schulungen und Ausbildungen für die Beraterinnen und Berater auszubauen, damit diese ihre Erfahrungen qualifiziert an Betroffenen weitergeben können. „Ausbildungsangebote müßen so niedrigschwellig sein, daß sie beispielsweise auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten nutzbar sind", so Bentele.

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