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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Oliver Straub informiert über Benachteiligungen

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 31.08.2015
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Oliver Straub mit E-Rolli auf TourHof (kobinet) Oliver Straub ist am 20. August mit seinem Elektrorollstuhl im süddeutschen Ravensburg mit seiner Tour für ein gutes Bundsteilhabegesetz gestartet und wird am 7. September in Berlin ankommen und dort empfangen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Oliver Straub, der heute um 13.00 Uhr in Grimma einen Infostand durchführt, über seine bisherigen Erfahrungen.

kobinet-nachrichten: Du bist nun schon seit 1 ½ Wochen auf Tour für ein gutes Bundesteilhabegesetz. Wo warst du bisher und wie läuft es?

Oliver Straub: Gestern sind wir bei leichtem Regenschauer in Hof angekommen. Davor waren wir in Ravensburg, Ulm, Nördlingen, Nürnberg, Bayreuth und jetzt in Hof. Mit dem Wetter hatten wir bis jetzt sehr viel Glück und ich mußte nur zweimal die Regenjacke auspacken. Ich bin positiv überrascht von der Resonanz. Ich hätte nicht gedacht, daß ich so viel Aufmerksamkeit mit meiner Tour in den Medien erreiche. Am besten war bis jetzt der Empfang von Bürgermeister Vogel im Rathaus von Nürnberg. Auch die Aufenthalte in den Querschnittszentren in Ulm und Bayreuth haben mir sehr viel Spaß gemacht.

kobinet-nachrichten: Wie sind die Reaktionen der Menschen, auf die du triffst, wenn du vom Bundesteilhabegesetz und den derzeitigen Benachteiligungen sprichst?

Oliver Straub: Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewußt, welche Benachteiligungen wir Menschen mit Behinderung in Deutschland haben. Vor allem wenn ich ihnen von der Vermögensanrechnung erzähle, können es die meisten gar nicht glauben, daß so einem reichen Staat wie Deutschland behinderte Menschen, die arbeiten gehen und ein eigenes Einkommen besitzen, wegen ihrer Behinderung wie Sozialhilfeempfänger behandelt werden.

kobinet-nachrichten: Was bedeutet diese Tour logistisch für dich. Hält der E-Rollstuhl durch, hat es mit den Unterkünften geklappt und wie hälst du durch?

Oliver Straub: Vor circa acht Monaten habe ich mit den Planungen begonnen und es war eine große Herausforderung alle Unterkünfte auf Sponsorenbasis zu finden. Auch eine Firma zu finden, die mir einen Rollstuhl oder beßer gesagt jetzt zwei Rollstühle zur Verfügung stellt, war nicht einfach. Doch mit Permobil und ihrem neuen Elektrorollstuhl, dem F5, habe ich ein Partner gefunden, der mich in allen Belangen super unterstützt. Bei den Rollstühlen gab es bis jetzt auch kein einziges Problem. Ich muß sagen, ich habe mir die Tour anstrengender vorgestellt. Das einzige, was mir zu schaffen macht, sind kalte Temperaturen und Regenwetter, da werden meine Phantomschmerzen ziemlich stark und ich muß mehr Schmerzmittel einnehmen. Deshalb sind wir gestern auch nur eine Etappe mit circa 22 km gefahren.

kobinet-nachrichten: Reichen die Sponsorenmittel oder mußt du auch einiges aus eigener Tasche bezahlen?

Oliver Straub: Für meine Tour habe ich ungefähr 4.200 Euro sammeln können. Darunter waren Firmen, wie Hollister, die mir 500 Euro gespendet hat, die Fördergemeinschaft der Querschnittsgelähmten in Ulm mit 1.000 Euro, mein Zahnarzt, mein Steuerberater und noch ganz viele private Leute. Über die Crowdfunding Seite www.visionbakery.com bekam ich allein 2.000 Euro an Spendengeldern zusammen. Der teuerste Faktor ist der zweite Aßistent, der mich auf der Tour begleitet.

kobinet-nachrichten: Welche Wünsche hast du für den Rest der Tour und wie kann mich dich und deine Forderung nach einem guten Bundesteilhabegesetz unterstützen?

Oliver Straub: Für den Rest der Tour wünsche ich mir weiterhin schönes Wetter, intereßante Leute und Gespräche und keine Pannen auf dem Weg nach Berlin. Bitte geht auf die Seite http://kampagne.teilhabegesetz.org/ und unterzeichnet die Petition Für ein Recht auf Sparen und für ein gutes #Teilhabegesetz. Ach ja, für Berlin brauche ich noch vom 5. bis zum 9. September ein Pflegebett im Hotel. Sollte jemand ein Sanitätshaus kennen, das mir eines kostenlos zur Verfügung stellt, dann schreibt mir bitte eine E-Mail unter s[dot]oliver04[at]web[dot]de. Wir sehen uns in Berlin!

kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview und toi, toi, toi für den Rest der Tour

Link zu weiteren Informationen zur Tour für ein gutes Bundesteilhabegesetz von Oliver Straub

Link zu Informationen zum Bundesteilhabegesetz

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Termine

Nächster Termin ist am 02.10.2019, MI
Was macht einen guten Landesrahmenvertrag aus?

Halle (Saale) (Veranstaltungsraum der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, Paracelsusstraße 23, in 06114 Halle (Saale) ), 02.10.2019, MI 10:30 bis 16:00 Uhr,

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Anstehende Termine
02.10.2019, MI  Halle (Saale)    Was macht einen guten Landesrahmenvertrag aus?  10:30 bis 16:00 Uhr Uhr
05.11.2019, DI  Großen Saal in der "Alten Parteischule“, Werner-Seelenbinder-Straße 14, in 99096 Erfurt    Fachtag zu personenzentrierten Leistungen  10:00 - 16:00 Uhr
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20.09.2019, FR  Bertha-von-Suttner-Platz - hinter dem Hbf Düsseldorf    Demonstration Spahn-Pläne zur Beatmung  17:00 Uhr Uhr
11.09.2019, MI  Berlin    Anhörung zum Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz RISG  10:00 - 12:00 Uhr Uhr
10.09.2019, DI  Vor dem Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstraße 108 in Berlin    Demonstration für den Erhalt der Selbstbestimmung  15:00 - 18:00 Uhr Uhr
20.08.2019, DI  Erfurt    Selbst Aktiv Klausur zum Bundesteilhabegesetz   Uhr
23.07.2019, DI  Kleisthaus Berlin    Anhörung zum Angehörigen-Entlastungsgesetz  10:00 - 12:00 Uhr Uhr
18.07.2019, DO  Erfurt    Rahmenverträge mitgestalten  11:00 - 16:00 Uhr Uhr
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