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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

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Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Praxisdialog zum Persönlichen Budget

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 14.11.2019
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BONN (kobinet) „Mein Leben ist eines auf der Überholspur. Da müssen meine Assistenten mithalten können!“, beschreibt Anne Kolmsee ihr Leben mit dem Persönlichen Budget (PB). Das Persönliche Budget erlaubt ihr, als Mensch mit Behinderung, ihren Alltag möglichst frei zu gestalten. Menschen mit Behinderung erhalten häufig auf vielfältige Weise Unterstützungsleistungen zur Bewältigung ihres Alltags. Mit dem Persönlichen Budget können sie den benötigten Geldbetrag für ihren Unterstützungsbedarf vom Leistungsträger auszahlen lassen und damit selbstbestimmt die jeweils erforderliche Unterstützung organisieren.

Anne Kolmsee fasst ihre Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget so zusammen: „Ich bin mittendrin. Ich kann Leute treffen, die mir etwas geben, und auch ich kann etwas geben. Ich fühle mich nicht mehr als Bittstellerin. Es war ein harter Kampf, der sich am Ende aber total gelohnt hat. Ich bin unabhängig, das ist für mich ein großes Geschenk!“

Um das Persönliche Budget bekannter zu machen, zum Thema zu informieren und in den Austausch zu kommen, hatten das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu einem Praxisdialog für die Stadt Bonn, sowie die Kreise Euskirchen und Rhein-Sieg ins Bonner Stadthaus eingeladen. Beraterrinnen und Berater der EUTB und der KoKoBe, sowie Vertreterinnen der Kreisjugendämter und der Stadtverwaltungen waren gekommen, um in den Dialog zu treten und Erfahrungen auszutauschen. Zunächst leitete Carl-Wilhelm Rößler (KSL Köln) mit einem Vortrag allgemein in das Thema ein. An die Leistungsträger gewandt mahnte er an: „Man muss auch mal Fehler machen dürfen, wenn man neu im Persönlichen Budget ist. Es muss eine Zusammenarbeit ohne Misstrauen und Drohgebärden entstehen. Dann wagen sich auch mehr Menschen mit Behinderung an die Antragstellung des PB.“ Ulrich Lüking vom LVR stieß bei seinen Ausführungen ins gleiche Horn: „Der LVR hat eine proaktive Haltung zum PB und setzt auf eine liberale, auf Vertrauenskultur basierende, Verwaltungspraxis.“

Um aus der Praxis zu berichten waren neben Anne Kolmsee noch weitere Expertinnen und Experten in Sachen Persönliches Budget vor Ort. Max Boecker ist Berater einer EUTB-Stelle und nutzt das PB unter anderem für seine Arbeitsassistenz: „Für mich ist Arbeitsassistenz unbedingt notwendig, damit ich am Arbeitsleben teilnehmen kann. Ohne diese Form der Unterstützung wäre ich vielleicht in der Werkstatt, das möchte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.“ Dass das Persönliche Budget auch Anstrengungen erfordert, vor allem im organisatorischen Bereich, machten Brigitte und Gottfried Classen deutlich, die das PB für ihre Tochter managen: „Der organisatorische Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Die Individualität, die das PB bringt, ist ein großer Vorteil, bringt aber auch viele Herausforderungen mit sich.“

Die Veranstaltung, der im kommenden Jahr noch zwei weitere im Regierungsbezirk Köln folgen werden, hat es geschafft die Menschen der Region, die sich mit dem Persönlichen Budget befassen, zusammenzubringen und umfangreich zu informieren. So bleibt die, nicht ganz unberechtigte, Hoffnung, dass das PB in Zukunft noch viel mehr Menschen mit Behinderung zu größerer Selbstbestimmung verhelfen wird.

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