Hintergrundbild
Menü
P

Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage

Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

symbolisch Paragrafen
Link zum Bundesteilhabegesetz


Nachrichten

Hier werden die letzten Nachrichten angezeigt. Viele ältere Nachrichten finden Sie hier im Archiv.

Tag des Persönlichen Budgets in Köln

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 27.10.2018
Startseite >>

Köln: Zum Erfahrungsaustausch rund um das Persönliche Budget hatte das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben im Regierungsbezirk Köln (KSL Köln) in den Kapitelsaal der Kartäuserkirche in der Kölner Südstadt eingeladen und mehr als 50 interessierte Gäste waren gekommen.

„Selbstbestimmung“, „Freiheit“, „Teilhabe“, das waren die prägenden Assoziationen, die beim „Tag des Persönlichen Budgets“ wieder und wieder auftauchten. Neben einem Fachvortrag von Carl-Wilhelm Rößler (KSL Köln) bildete die Podiumsdiskussion mit Budgetnehmerinnen und -nehmern aus verschiedenen Bereichen den Kern der Veranstaltung. Katja Fallenberg (24-Stunden-Assistenz), Sabrina Gallucci (Elternassistenz) und Gottfried Claßen (Freizeitassistenz) berichteten anschaulich und engagiert von den Vorzügen, die das Persönliche Budget Assistenznehmenden bietet.

Zum Beispiel Gottfried Claßen: Er ist Lotse und ehrenamtlicher rechtlicher Budgetbetreuer für seine Tochter. Seine körperlich behinderte Tochter mit anderen Lernmöglichkeiten, so berichtete er den Diskussionsteilnehmern*innen, sei durch das Persönliche Budget wesentlich flexibler geworden: „Die Unterstützung lässt sich dadurch sehr viel individueller auf ihre Wünsche und Bedürfnisse zuschneiden. Das Persönliche Budget ist so ein wirkungsvolles Hilfsmittel zur Selbstbestimmung.“ Seine Tochter ist zufriedener, kann ihre Assistenzen selbst auswählen und muss nicht von außen bestimmte Personen eines Leistungsanbieters akzeptieren. Als große Herausforderung beschreibt Gottfried Claßen insbesondere das Management der Assistenzen. Schließlich, so sagt er, „geht es auch um deren Zufriedenheit. Man muss eine Win-Win-Situation für alle schaffen.“ Assistentin oder Assistent zu sein bedeutet aus seiner Sicht, mehr zu machen als nur einen Job zum Geldverdienen: „Im Laufe der Zeit baut sich eine enge persönliche Bindung auf, weshalb ein häufiger Personalwechsel nicht guttut.“

Zum Beispiel Sabrina Gallucci: Die Beraterin für Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ist Expertin für Elternassistenz. Wenn die Rollstuhlfahrerin über das Thema „Elternschaft“ spricht, schöpft sie ihre Kompetenz vor allem aus der eigenen Erfahrung als behinderte Mutter einer heute achtjährigen Tochter und zugleich als Budgetnehmerin. Seit sechs Jahren wird sie von persönlichen Assistenten begleitet. „Das Persönliche Budget hat mir geholfen, meine Mutterrolle voll zu leben und den Alltag mit meiner Tochter selbst zu gestalten“, unterstreicht sie. „Das heißt nicht, dass bei uns nur Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Es gibt klare Regelungen, zum Beispiel was die Erziehung angeht.“ Eine davon ist: Die Bezugsperson für die Tochter ist ohne Wenn und Aber Sabrina Gallucci.

Anschließend standen sie den Interessierten mit ihrer Expertise Rede und Antwort. Katja Fallenberg ist auch „Teil“ der KSL-Wanderausstellung zum Persönlichen Budget, die ebenfalls präsentiert wurde. Die Ausstellung bietet einen verständlichen Überblick zum Thema und ist auf der Internetseite des KSL Köln auch digital zu betrachten ( https://ksl-nrw.de/de/themen/3/persoenliches-budget(link is external).

Mit auf dem Podium saß auch Ulrich Lüking, Teamleiter im Dezernat Soziales beim Landschaftsverband Rheinland (LVR). Er stellte sich den kritischen Fragen der Teilnehmenden und wies ausdrücklich darauf hin, dass der LVR gerne mehr Menschen mit Behinderung für das Persönliche Budget gewinnen möchte.

zurück


zu facebook E-Mail

Termine

Nächster Termin ist am 19.11.2018, MO
Inklusionstage des BMAS

Berlin (bcc), 19.11.2018, MO 19.11.18 11.00 - 20.11.18 14:00 Uhr,

Link zur Anmeldung

.


Anstehende Termine
19.11.2018, MO  Berlin    Inklusionstage des BMAS  19.11.18 11.00 - 20.11.18 14:00 Uhr Uhr
03.12.2018, MO  Berlin    DBR-Veranstaltung: Arm ab und arm dran - Armutsrisiko Behinderung  10.00 - 16.00 Uhr Uhr
06.12.2018, DO  Köln    2. LVR-Dialog Inklusion und Menschenrechte  10:00 - 16:00 Uhr Uhr
Frühere Termine (Archiv)
08.10.2018, MO  Manfred-Sauer-Stiftung Lobbach    Intensiv-Kurs Recht zu rechtlichen Grundlagen für die Teilhabeberatung  8.10. - 12.10.2018 Uhr
25.09.2018, DI  Kreuztal bei Siegen    Mehr Selbstbestimmung und Teilhabe durch das neue Bundesteilhabegesetz auch in unserer Region?!  17:00 Uhr Uhr
01.09.2018, SA  Haus der Region Hannover    Auftaktveranstaltung einer Fortbildungsreihe zum Bundesteilhabegesetz  10.00 - 15.00 Uhr Uhr
15.08.2018, MI  Jugendgästehaus Duderstadt    Teilhabeberatung beim Sommercamp  14:30 - 17:00 Uhr Uhr
12.08.2018, SO  Duderstadt vom 12. - 17. August 2018    Sommercamp zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen   Uhr
09.08.2018, DO  Georg-Michael-Pfaff Saal der Volkshochschule Kaiserslautern    Selbstbestimmt leben in Kaiserslautern?  18:30 Uhr Uhr
23.06.2018, SA  Berlin    Pride Parade in Berlin   Uhr
23.06.2018, SA  Berlin ab Hermannplatz    Pride Parade behindert und verrückt feiern  15:00 Uhr Uhr
23.05.2018, MI  Trier, Tagungs- und Gästehaus Barmherzige Brüder, Nordallee 1, 54292 Trier    Bundesteilhabegesetz: Vom Tiger zum Kätzchen?  18:00 - 20:30 Uhr Uhr
21.05.2018, MO  Lobbach    Schulung zu rechtlichen Grundlagen der Teilhabeberatung   Uhr

Koordiniert vom
Logo Netzwerk Artikel 3

Gefördert durch:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Logo)
aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

Weitere Seiten: