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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Warum Matthias Grombach in Berlin war

Von Ottmar Miles-Paul am 05.05.2016
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Matthias Grombach am 4. Mai 2016 in BerlinBerlin (kobinet) Matthias Grombach gehört zu den etwa 300 000 behinderten Menschen, die in Deutschland mit Aßistenz leben. In Berlin demonstrierte der Mann aus Deßau-Roßlau gestern für ein gutes Teilhabegesetz, weil es für ihn eine Horrorvorstellung wäre, "wieder im Heim/Knast eingesperrt zu sein". Seit einem Badeunfall ist er querschnittsgelähmt. Seinen langwierigen Kampf für die persönliche Aßistenz hat kobinet begleitet. Heute ist Grombach (Jahrgang 1976) im Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Aßistenz aktiv, das im Sommer 2014 gegründet wurde.

Nachdem ihn seine Eltern aufopferungsvoll 13 1/2 Jahre versorgt hatten, mußte er notgedrungen mit Anfang 30, als junger Mensch, 4 Jahre in einem Altenheim verbringen. Seine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft war dadurch so gut wie gar nicht möglich. Nennenswerte Kontakte außerhalb der Einrichtung gab es kaum. Eine Partnerschaft, ein Privatleben und eine ungestörte Intimsphäre waren unmöglich.

Erst vor Gericht konnte Grombach durchsetzen, daß ihm ein Leben in den eigenen vier Wänden mit Aßistenz rund um die Uhr ermöglicht wurde. Aber aufgrund der Einkommens- und Vermögensabhängigkeit der Leistungen der Hilfe zur Pflege und Eingliederungshilfe (SGB XII), auf die er behinderungsbedingt angewiesen ist, kann er seine Freundin nicht heiraten. Selbst einmal mit ihr zusammen einen eigenen Haushalt führen, ist nicht möglich. Zusammen dürften sie nicht mehr als 3.200 Euro „Vermögen" ansparen. Das macht die Gründung einer Familie und eine Altersvorsorge unmöglich.

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