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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage

Eine Reihe von Regelungen des Bundesteilhabegesetzes sind schon in Kraft getreten. Am 1. Januar 2020 folgen weitere. Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" bieten wir Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung.

 

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Wir entscheiden selbst, wenn wir protestieren

Gesendet von Ottmar Miles-Paul am 24.09.2016
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Sigrid Arnade vor der Glaswand mit dem GrundgesetzBerlin: "We are watching you", so hatte das Bündnis Ability Watch die Live-Übertragung der Bundestagsdebatte zum Bundesteilhabegesetz am 22. September am Brandenburger Tor angekündigt. Daß behinderte Menschen die Debatte sehr aufmerksam verfolgt haben, das zeigte sich gestern anhand der maßiven Kritik an einigen Äußerungen der Abgeordneten der Koalitionsfraktionen aus den Reihen der CDU, CSU und SPD.

Die Empörung entzündete sich vor allem an der Unterstellung, daß LINKE und GRÜNEN Ängste und damit die Proteste schüren würden. "Wir vertreten uns nicht nur selbst, wir entscheiden auch selbst, wann wir protestieren", brachte es Dr. Sigrid Arnade von der Intereßenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf den Punkt. Vor allem die Äußerungen von Karl Schiewerling von der CDU in der Bundestagsdebatte am 22. September, mit der er Katrin Werner von den LINKEN zurief, "das Thema eigne sich nicht zur Skandalierung und die Menschen in die Irre zu führen" und "mit Emotionen von Menschen mit Behinderungen zu spielen und sie in die falsche Richtung lenken" entlarvten das Menschenbild über behinderte Menschen. "Wir sind doch keine Marionetten der Opposition oder von irgendjemand sonst, sondern haben unsere eigene Meinung und organisieren unsere eigenen Proteste", hieß es weiter. Auch Dr. Carola Reimann von der SPD hatte prangerte "in unverantwortbarer Art Ängste zu schüren".

Auch die Außage von Karl Schiewerling, "daß nicht alle Wünsche befriedigt werden könnten" und "so sei das Leben nun mal", mache deutlich, daß er und viele andere der Abgeordneten noch nicht verstanden hätten, daß es hier nicht um ein Wunschkonzert, sondern um die Sicherstellung der Menschenrechte gehe, betonte Sigrid Arnade.

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