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Bundesteilhabegesetz umsetzen und weiterentwickeln

symbolische Waage Im Rahmen des vom Deutschen Bundestag bewilligten und aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Projektes "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" hat das NETZWERK ARTIKEL 3 in der Laufzeit des mittlerweile abgeschlossenen Projektes vom 1.  Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 folgenden Informationen zum Bundesteilhabegesetz und dessen Umsetzung bereitgestellt.

symbolisch Paragrafen
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Wissen, was möglich ist

Von Ottmar Miles-Paul am 05.05.2018
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Hannover: Menschen mit Behinderungen haben nach Ansicht der niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten Petra Wontorra die gleichen Rechte wie alle Menschen. "Dazu gehört einerseits das Wissen, was möglich ist. Andererseits müssen die Bedingungen so sein, dass die Teilhabe auch in der Praxis erfolgen kann", erklärte Petra Wontorra anlässlich des heutigen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen.

"Die Teilhabe an einem inklusiven Arbeitsmarkt ist für viele Menschen mit Behinderungen noch nicht gegeben. Es gibt immer noch viele Unternehmen, die die Fünf-Prozent-Quote in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten nicht erfüllen", betont Petra Wontorra und ruft deshalb Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf, bei der Personalauswahl gezielt auch Menschen mit Behinderungen anzusprechen. "Wie eine gute Inklusion auf dem Arbeitsmarkt möglich sein kann, zeigen eindrucksvoll Beispiele aus der Praxis mit einem Budget für Arbeit. Das Budget unterstützt Personen, die nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten wollen."

Zu einem selbstbestimmten Leben gehört für Petra Wontorra auch barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum. Petra Wontorra betont, dass der Bedarf an diesem stetig steigt und die Nachfrage größer als das Angebot ist. "Auch da gibt es noch viel zu tun“, fasst sie zusammen. Auch bei den Wahlen dürfen Menschen, die unter Betreuung stehen, nicht länger ausgeschlossen werden. Alle Angebote in Freizeit, Kultur, und Sport müssen sich weiter für Menschen mit den unterschiedlichen Beeinträchtigungen öffnen. Wontorra will auch mehr Menschen mit Behinderungen in der Politik. Denn mitentscheiden ist ein Teil von Selbstbestimmung.

Die niedersächsische Landesbehindertenbeauftragte begrüßt ausdrücklich die mit dem Bundesteilhabegesetz neu geschaffene Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), deren Arbeit auch in Niedersachsen in den meisten Landkreisen aufgenommen wurde. Vor allem die Unabhängigkeit sowie die Beratung von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Angehörigen auf Augenhöhe sind der Beauftragten wichtig. Fragen zur Assistenz, dem Persönlichen Budget oder zu anderen Hilfe-Angeboten werden in der Beratung besprochen. "Das Wissen über verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel, welche Unterstützungen in verschiedenen Wohnformen möglich sind, ist Voraussetzung für selbstbestimmte Entscheidungen", so Petra Wontorra.

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